
Eine junge Frau versucht, ihre im Koma liegende Schwester zurück ins Leben zu holen. Eine neuartige Technologie könnte ihr dabei helfen. Mit Wake Up startet am Freitag, 23. Oktober 2026, eine sechsteilige Dramaserie in der ZDFmediathek, die persönliche Verlusterfahrungen mit Science-Fiction verbindet. In den Hauptrollen sind Luna Jordan und Alicia von Rittberg zu sehen. Die bereits auf dem Filmfest München ausgezeichnete Produktion ist zugleich eine besondere Erinnerung an Jordan, die im Mai im Alter von 25 Jahren gestorben ist.
Der Streamingstart von Wake Up ist für Freitag, 23. Oktober 2026, um 10 Uhr vorgesehen. Alle sechs Episoden sollen gleichzeitig im Streamingangebot des ZDF veröffentlicht werden. Zuschauer können die vollständige Geschichte damit bereits vor der Fernsehpremiere ansehen.
Die lineare Ausstrahlung beginnt am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 21.45 Uhr bei ZDFneo. Der Sender zeigt jeweils zwei Folgen hintereinander. Weitere Doppelfolgen sind für den 4. und 11. November geplant. Das ZDF gibt die Länge der einzelnen Episoden mit rund 45 Minuten an.
Die Produktion gehört zu den sogenannten ZDFneoriginals. Das sind eigenständige fiktionale Formate, mit denen ZDFneo sein Serienangebot ergänzt. Wake Up ist als abgeschlossene sechsteilige Geschichte angelegt und verbindet ein Familiendrama mit einer Handlung, die in einer technologisch fortgeschrittenen, aber vertrauten Welt spielt.
Im Mittelpunkt steht Emilia Walser, gespielt von Luna Jordan. Zwei Jahre zuvor hat ein schwerer Unfall beim Skifahren das Leben ihrer Familie grundlegend verändert. Ihre ältere Schwester Clara, dargestellt von Alicia von Rittberg, liegt seitdem im Koma. Emilia macht sich Vorwürfe wegen des Geschehens und findet keinen Weg, mit der Situation abzuschließen.
Eine neue Möglichkeit eröffnet sich, als Emilia an einer wissenschaftlichen Untersuchung teilnimmt. Die Neuroforscherin Hevi Abdel, gespielt von Aybi Era, beschäftigt sich mit einer experimentellen Behandlung von Angstzuständen. Dafür setzt sie auf sogenannte Nanobots, winzige technische Systeme, die in der fiktiven Welt der Serie neue medizinische Anwendungen ermöglichen sollen.
Während der Untersuchung ereignet sich etwas, das selbst die Forscherin nicht erwartet hat. Ihr Bewusstsein wird vorübergehend in Emilias Körper übertragen. Damit bekommt ein zunächst auf Angsttherapie ausgerichtetes Forschungsprojekt eine völlig neue Bedeutung.
Für Emilia entsteht daraus eine Hoffnung, die sie zuvor kaum noch für möglich gehalten hatte: Vielleicht lässt sich die Technologie auch einsetzen, um ihre Schwester aus dem Koma zurückzuholen.
Wake Up nutzt das Gedankenexperiment einer Bewusstseinsübertragung, um grundsätzliche Fragen zu behandeln. Was macht einen Menschen aus, wenn sich sein Bewusstsein von seinem Körper trennen lässt? Welche Grenzen sollten medizinische Experimente haben? Und wie weit darf jemand gehen, um einen geliebten Menschen nicht zu verlieren?
Die futuristische Technik dient dabei als Ausgangspunkt für einen sehr persönlichen Konflikt. Während Emilia vor allem ihre Schwester retten möchte, steht für Hevi auch die wissenschaftliche Bedeutung ihrer Entdeckung im Vordergrund.
Damit treffen unterschiedliche Interessen aufeinander. Die Serie beschäftigt sich mit dem Verhältnis von medizinischem Fortschritt, individueller Selbstbestimmung und familiärer Verantwortung. Ihre technischen Möglichkeiten sind Science-Fiction und keine Darstellung tatsächlich verfügbarer medizinischer Verfahren.
Neben Luna Jordan als Emilia und Alicia von Rittberg als Clara übernimmt Aybi Era eine zentrale Rolle als Wissenschaftlerin Hevi Abdel. Carlo Ljubek spielt Jakob Walser, den Vater der beiden Schwestern.
Zum weiteren Ensemble gehören Désirée Nosbusch als Josephine Nansen und Robert Stadlober als Lars Nansen. Simon Steinhorst verkörpert den Wissenschaftler Robin Capek. Weitere Rollen übernehmen unter anderem Malaya Stern Takeda und Anna Bardavelidze.
Die Besetzung trägt zwei wesentliche Erzählebenen: die schwierige Situation einer Familie und die Arbeit an einer Technologie, deren mögliche Anwendungen zunehmend über das ursprüngliche Forschungsvorhaben hinausgehen.
Im Mittelpunkt bleibt die Beziehung zwischen den Schwestern, deren unterschiedliche Lebenssituationen die emotionalen und moralischen Fragen der Handlung prägen.
Die sechsteilige Serie entstand nach dem Roman „HUSK“ von J. K. Messum und basiert zugleich auf einem Serienkonzept von Jamie Brittain. Für die Drehbücher waren zwei Autorenteams verantwortlich.
An der Entwicklung beteiligten sich Mar B. Alves, Dominik Hochwald und Christoph Mathieu. Als Headautorinnen werden Arpana Aischa Berndt und Raquel Dukpa genannt. Zum zweiten Autorenteam gehört außerdem Paulina Lorenz.
Regie führten Mia Maariel Meyer und Tim Trachte. Für die Kameraarbeit zeichneten Sabine Panossian und Jakob Berger verantwortlich. Die Musik stammt von Dascha Dauenhauer und Marcus Sander.
Produziert wurde Wake Up von der U5 Filmproduktion für das ZDF. Als Produzenten werden Katrin Haase, Oliver Arnold und Alexander Ferwer geführt. Die redaktionelle Verantwortung beim ZDF lag bei Solveig Cornelisen und Anja Helmling-Grob.
Noch vor dem regulären Streamingstart wurde Wake Up auf dem Filmfest München vorgestellt. Dort erhielt die Produktion am 28. Juni 2026 den Bernd Burgemeister Fernsehpreis als beste TV-Serie. Die Auszeichnung würdigt die Arbeit der Produzentinnen und Produzenten.
In seiner Mitteilung zur Preisverleihung hob das ZDF besonders die Verbindung zwischen einem persönlichen Geschwisterdrama und den ethischen Fragen moderner Technologie hervor. Die Jury würdigte zudem die Besetzung und die kreative Gestaltung der Produktion.
Die Premiere stand unter besonderen Umständen. Hauptdarstellerin Luna Jordan war bereits am 13. Mai 2026 im Alter von 25 Jahren gestorben. Ihre Agentur hatte den Tod unter Berufung auf die Familie bekannt gegeben. Nähere Angaben zu den Umständen wurden nicht veröffentlicht.
Jordan starb kurz vor der Fertigstellung von Wake Up. Die Vorstellung beim Filmfest München wurde ihrem Andenken gewidmet.
Bekannt war die Schauspielerin unter anderem aus Produktionen wie „Polizeiruf 110“ und „Jenseits der Spree“. Für ihre Nebenrolle im Film „Fuchs im Bau“ erhielt sie 2022 den Österreichischen Filmpreis.
Die Fernsehausstrahlung erstreckt sich nach der aktuellen Programmplanung über drei Mittwochabende:
28. Oktober 2026: Folge 1 „Schuld“ um 21.45 Uhr und Folge 2 „Bewusstsein“ um 22.25 Uhr.
4. November 2026: Folge 3 „Traveln“ um 21.45 Uhr und Folge 4 „Leben“ um 22.30 Uhr.
11. November 2026: Folge 5 „Allein“ um 21.45 Uhr und Folge 6 „Atmen“ um 22.30 Uhr.
Wer nicht bis zur Fernsehausstrahlung warten möchte, kann Wake Up bereits ab dem 23. Oktober in der ZDFmediathek ansehen. Mit sechs Folgen erzählt die Serie eine zusammenhängende Geschichte über familiäre Bindungen, wissenschaftliche Möglichkeiten und die Grenzen des medizinisch und menschlich Vertretbaren.
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