
Mitchell Weiser hat sich nach seiner langen Verletzungspause beim SV Werder Bremen zurückgemeldet. Der 32 Jahre alte Außenverteidiger steht wieder regelmäßig auf dem Platz und konnte bereits einen wichtigen Treffer erzielen. Gleichzeitig beschäftigt den Bundesligisten die Frage, wie lange die Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Außenbahnspieler fortgesetzt werden soll. Sein Vertrag soll im Sommer 2027 auslaufen. Konkrete Gespräche über eine weitere Verlängerung haben bislang allerdings nicht stattgefunden.
Der Vertrag von Mitchell Weiser soll nach Informationen der DeichStube am 30. Juni 2027 enden. Auch eine Klausel zur automatischen Verlängerung sei demnach nicht Bestandteil der Vereinbarung. Werder Bremen hatte die jüngste Vertragsverlängerung am 20. Juni 2026 offiziell bekannt gegeben, dabei aber keine Angaben zur genauen Laufzeit gemacht.
Wie die DeichStube am Mittwoch, 21. Oktober, berichtet, beschäftigen sich die Verantwortlichen inzwischen mit einer möglichen Fortsetzung der Zusammenarbeit über den Sommer 2027 hinaus. Eine Entscheidung ist jedoch nicht gefallen.
Peter Niemeyer, Leiter Profifußball beim SV Werder, bestätigte gegenüber dem Portal, dass der Verein mit Weiser in engem Kontakt steht. Eine weitere Vertragsverlängerung sei dabei bislang nicht besprochen worden. „Das war bisher aber noch kein Thema“, erklärte Niemeyer.
Damit ist eine neue Verhandlungsrunde noch nicht offiziell angekündigt. Nach Informationen der DeichStube könnten entsprechende Gespräche während der Winterpause aufgenommen werden, sofern Weiser fit bleibt. Ein verbindlicher Zeitplan wurde von Werder nicht bestätigt.
Hinter dem 32-Jährigen liegt eine lange verletzungsbedingte Unterbrechung seiner Karriere. Am 16. Juli 2025 zog sich Weiser während einer Trainingseinheit einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Die Diagnose bestätigte Werder Bremen noch am selben Tag nach einer MRT-Untersuchung.
Der Außenbahnspieler verpasste daraufhin die gesamte Bundesliga-Saison 2025/26. Eine Rückkehr in den Spielbetrieb war zunächst nicht möglich.
Erst im Sommer 2026 konnte Weiser schrittweise wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Ende Juli absolvierte er im Trainingslager zunächst Teile der gemeinsamen Einheiten. Am 8. September meldete Werder schließlich seine vollständige Rückkehr ins Mannschaftstraining.
Vier Tage später, am 12. September 2026, folgte beim 1:1 gegen den 1. FC Köln das Pflichtspiel-Comeback. Zwischen seinem letzten Bundesliga-Einsatz und dieser Rückkehr lagen 483 Tage.
In der laufenden Saison 2026/27 kam Weiser bis zum 21. Oktober auf vier Bundesliga-Einsätze. Dabei erzielte er ein Tor. Eine direkte Torvorlage wurde für ihn bislang nicht verzeichnet. Sämtliche vier Einsätze erfolgten als Einwechselspieler.
Besonders auffällig war sein Auftritt gegen den FC Augsburg am 19. September. Werder lag zwischenzeitlich mit 0:2 zurück, drehte die Begegnung jedoch noch und gewann mit 3:2. Weiser erzielte in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer.
Auch beim anschließenden 2:2 gegen Borussia Dortmund und beim 2:2 gegen den SC Paderborn am 17. Oktober wurde der Verteidiger eingesetzt. Gegen Paderborn kam er bereits zur Halbzeit für Chuki ins Spiel und absolvierte damit seine bislang längste Einsatzphase seit der Rückkehr.
Die zunehmende Spielzeit deutet darauf hin, dass Weiser innerhalb der Mannschaft wieder eine größere Rolle übernehmen kann. Für eine dauerhafte Rückkehr in die Anfangsformation gibt es allerdings noch keine Garantie.
Trainer Daniel Thioune hatte bereits vor dem Heimspiel gegen Paderborn deutlich gemacht, dass er bei Weisers Rückkehr nichts überstürzen möchte. Bei aller Wertschätzung für dessen fußballerische Fähigkeiten müsse die lange Pause berücksichtigt werden.
Der Trainer erklärte am 15. Oktober, dass die bisherigen kürzeren Einsätze wichtig seien, damit der Spieler wieder Anschluss an das Niveau des Bundesliga-Alltags finde. Gleichzeitig machte Thioune deutlich, dass Weiser möglichst bald über längere Phasen zum Einsatz kommen solle.
Der 32-Jährige drängt seinerseits auf zusätzliche Spielzeit. Thioune beschrieb ihn als ungeduldig und motiviert, sah angesichts der langen Verletzungspause aber weiterhin die Notwendigkeit eines kontrollierten Aufbaus.
Beim anschließenden Spiel gegen Paderborn blieb Weiser zunächst auf der Ersatzbank, erhielt nach der Pause jedoch 45 Minuten Einsatzzeit. Damit wurde seine Belastung im Vergleich zu den vorherigen Bundesliga-Partien erneut gesteigert.
Für Werder Bremen spielt bei der Entscheidung über Weisers Zukunft nicht nur seine Verletzungshistorie eine Rolle. Auch die personelle Besetzung der Außenverteidigerpositionen ist von Bedeutung.
Der 32-Jährige gehört seit 2021 zum Bremer Profikader. Zunächst war er von Bayer Leverkusen ausgeliehen worden, ehe Werder ihn 2022 fest verpflichtete. Insbesondere auf der rechten Seite hat Weiser sowohl defensive als auch offensive Aufgaben übernommen.
Wie wichtig er für die Mannschaft sein kann, zeigte die Saison 2024/25. Damals absolvierte Weiser 32 Bundesliga-Spiele, erzielte fünf Tore und bereitete zehn weitere Treffer vor. In der darauffolgenden Saison 2025/26 stand wegen seines Kreuzbandrisses dagegen kein einziger Bundesliga-Einsatz zu Buche.
Mit Arthur verpflichteten die Bremer im Sommer 2026 einen weiteren Rechtsverteidiger auf Leihbasis von Bayer Leverkusen. Der Brasilianer gehört ebenfalls zu den Optionen auf dieser Position. Darüber hinaus steht mit Felix Agu ein weiterer Außenbahnspieler im Kader.
Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz hatte Anfang September erläutert, dass Werder bei der Kaderzusammenstellung bewusst zusätzliche Möglichkeiten in der Außenverteidigung schaffen wollte. Auch die Rückkehr der damals verletzten Weiser und Agu wurde dabei ausdrücklich berücksichtigt.
Werder verfügt somit über mehrere personelle Optionen. Welche Rolle Weiser langfristig übernehmen soll, ist damit allerdings noch nicht entschieden.
Bereits die jüngste Vertragsverlängerung war nicht unmittelbar zustande gekommen. Erst am 20. Juni 2026 bestätigte Werder Bremen offiziell, dass Weiser beim Verein bleibt.
Peter Niemeyer betonte damals, dass die sportliche Qualität des Außenverteidigers weiterhin außer Frage stehe. Auch Trainer Daniel Thioune begrüßte die Einigung. Er bezeichnete Weiser wegen dessen langer Abwesenheit sinngemäß als zusätzliche Verstärkung für den Kader.
Weiser selbst hatte nach seiner Unterschrift erklärt, dass er sich auf die Fortsetzung seiner Zeit in Bremen und die Rückkehr vor die eigenen Fans freue.
Die Entscheidung über den damaligen Vertrag fiel zu einem Zeitpunkt, als der Spieler noch an seinem Comeback arbeitete. Mittlerweile hat Weiser wieder Pflichtspiele absolviert und mit seinem Treffer gegen Augsburg einen sportlichen Beitrag zum Saisonverlauf geleistet.
Ob Werder den Vertrag tatsächlich erneut verlängern will und welche Laufzeit dabei infrage kommen könnte, ist weiterhin offen. Ein konkretes Angebot oder eine Einigung für die Zeit nach 2027 wurde bislang nicht bestätigt.
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