Mobility Hub am Bremer Platz: Volt hält Fahrradparkhaus für unnötig

Volt hält 3.000 zusätzliche Fahrradstellplätze am Bremer Platz für unnötig und fordert stattdessen den Ausbau der Veloroute.
Visualisierung: Stadt Münster

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Münster. Die Volt-Fraktion im Rat der Stadt Münster hält den geplanten Mobility Hub am Bremer Platz unter den derzeitigen Bedingungen nicht für erforderlich. Angesichts der angespannten Haushaltslage und der geringen Auslastung der bestehenden Radstation am Hansator sieht die Fraktion keinen ausreichenden Bedarf für weitere 3.000 Fahrradstellplätze. Stattdessen fordert Volt, einen anderen wichtigen Bestandteil des ursprünglichen Projekts voranzubringen: den Lückenschluss der Veloroute zwischen Schillerstraße und Promenade.

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Volt sieht keinen Bedarf für 3.000 zusätzliche Fahrradstellplätze

Der Mobility Hub am Bremer Platz sollte ursprünglich ein Vorzeigeprojekt für die Verkehrswende in Münster werden. Mit dem Ratsbeschluss zur Teilnahme am Landeswettbewerb „Mobil.NRW“ im Jahr 2021 hatte die Stadt den Grundstein für das Vorhaben gelegt. Geplant war unter anderem eine umfassende Umgestaltung des bestehenden Parkhauses mit zusätzlichen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Die Volt-Fraktion bewertet die ursprüngliche Zielsetzung weiterhin positiv, sieht die Dimensionierung inzwischen jedoch kritisch. Bereits mit der Radstation am Hansator stehe auf der Ostseite des Hauptbahnhofs ein Fahrradparkhaus zur Verfügung, dessen Kapazitäten bislang nicht annähernd ausgeschöpft würden. „Die zusätzlichen 3.000 Fahrradstellplätze sind unserer Einschätzung nach unter den derzeitigen Bedingungen nicht erforderlich“, erklärt Sebastian Kappen, verkehrspolitischer Sprecher von Volt Münster.

Grundsätzlich spricht sich die Fraktion weiterhin dafür aus, beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur vorausschauend zu planen. Zusätzliche Kapazitäten könnten langfristig sinnvoll sein, um den wachsenden Radverkehr zu unterstützen. Allerdings müsse die Stadt ihre Investitionen angesichts der schwierigen Haushaltslage sorgfältig abwägen. Selbst bei einer hohen Landesförderung bliebe ein erheblicher Eigenanteil, den Münster selbst finanzieren müsste.

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Veloroute zwischen Schillerstraße und Promenade soll trotzdem kommen

Während Volt den zusätzlichen Fahrradstellplätzen derzeit eine Absage erteilt, hält die Fraktion an einem anderen Bestandteil des ursprünglichen Mobility-Hub-Konzepts fest. Der geplante Lückenschluss der Veloroute zwischen Schillerstraße und Promenade soll unabhängig von der weiteren Entwicklung des Parkhauses umgesetzt werden.

„Der Lückenschluss der Veloroute zwischen Schillerstraße und Promenade gehört aus unserer Sicht ausdrücklich dazu und sollte nicht aufgegeben werden, weil ein Baustein des Gesamtprojekts nicht umgesetzt werden kann“, betont Kappen.

Die Verbindung soll nach dem Willen der Fraktion im Rahmen des Fahrradnetzes 2.0 möglichst zeitnah realisiert werden. Volt sieht darin eine Maßnahme, die den Radverkehr unmittelbar verbessern könnte und deshalb weiterhin Priorität haben sollte.

Volt fordert klare Prioritäten bei Münsters Verkehrswende

Für die Volt-Fraktion geht es bei der Diskussion um den Mobility Hub auch um die grundsätzliche Frage, wie Münster seine begrenzten finanziellen Mittel künftig für die Verkehrswende einsetzt. Nicht jedes grundsätzlich wünschenswerte Projekt müsse sofort umgesetzt werden. Entscheidend sei vielmehr, welchen konkreten Nutzen eine Investition unter den aktuellen Bedingungen bringe.

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