
Münster. Wie lassen sich Falschinformationen erkennen und welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz auf den Journalismus? Mit diesen Fragen beschäftigen sich junge Menschen aus Münster und Bologna im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Projekts. Seit Montag, 26. Oktober 2026, besucht eine fünfköpfige Delegation aus der italienischen Partnerstadt Münster. Im Mittelpunkt stehen der Umgang mit Desinformation, journalistische Herausforderungen und der Austausch zwischen jungen Menschen aus beiden Städten.
Der Austausch zwischen Münster und Bologna findet im Rahmen des Projekts „PIE – People in Europe“ statt. Drei Mitglieder der italienischen Delegation nehmen am Teilprojekt „Young Reporters Across Borders“ teil, das sich mit Desinformation, Fake News und den Veränderungen im Journalismus durch Künstliche Intelligenz beschäftigt.
Bereits im Juli hatten junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren aus beiden Städten an drei Demokratie-Workshops teilgenommen. Neben der Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen für Medien und Gesellschaft tauschten sich die Beteiligten auch digital aus. Anschließend wählte eine Jury jeweils drei Teilnehmende aus Münster und Bologna für gegenseitige Besuche aus.
Anfang Oktober reiste zunächst die münstersche Gruppe nach Bologna. Beim jetzigen Gegenbesuch vertieften die jungen Reporter ihre bisherigen Erkenntnisse und erarbeiteten gemeinsam ein Dossier zu den behandelten Themen. Unterstützt wurden sie dabei von einer italienischen Journalistin, die das Projekt als Tutorin begleitete.
Während ihres Aufenthalts besuchte die fünfköpfige Delegation mehrere Einrichtungen in Münster. Bürgermeister Klaus Rosenau empfing die Gäste am Dienstag im Friedenssaal des Historischen Rathauses. Zudem standen Gespräche mit Beschäftigten der Stadtverwaltung und ehrenamtlich Engagierten auf dem Programm, die sich für europäische Projekte einsetzen.
Weitere Stationen waren die Kunsthalle Münster und die B-Side. An der Universität Münster tauschten sich die Teilnehmenden außerdem über aktuelle Herausforderungen im Journalismus aus. Am Mittwoch, 28. Oktober, reist die Delegation zurück nach Italien.
Münster und Bologna sind seit 2020 offiziell partnerschaftlich verbunden. Im Sommer 2026 unterzeichneten Bürgermeister Klaus Rosenau und die Bologneser Stadträtin Anna Lisa Boni eine Absichtserklärung, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das gemeinsame Projekt „PIE – People in Europe“. Es soll Begegnungen zwischen Menschen aus beiden Städten ermöglichen und europäische Initiativen miteinander vernetzen. Für dieses Engagement erhielten Münster und Bologna im Jahr 2025 den Deutsch-Italienischen Partnerschaftspreis.
Die Auszeichnung wird seit 2021 alle zwei Jahre von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella verliehen. Das deutsche Auswärtige Amt und das italienische Außenministerium fördern das Projekt zu gleichen Teilen.
Organisiert wird die Zusammenarbeit vom Büro Internationales der Stadt Münster und dem internationalen Büro der Stadt Bologna. Mit Formaten wie „Young Reporters Across Borders“ sollen insbesondere junge Menschen stärker in die europäische Zusammenarbeit eingebunden werden.
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