Grossstadtgeflüster kündigt längere Live-Pause an: Acht Konzerte auf 2027 verschoben

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Die Berliner Elektropop-Band Grossstadtgeflüster kann ihre Jubiläumstour in diesem Jahr nicht wie geplant fortsetzen. Wegen gesundheitlicher Gründe müssen sämtliche noch ausstehenden Konzerte auf Herbst 2027 verschoben werden. Das Trio gab die Entscheidung am Freitag, 30. Oktober 2026, bekannt. Betroffen sind insgesamt acht Auftritte in Deutschland und der Schweiz. Für alle Veranstaltungen stehen inzwischen neue Termine fest.

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Grossstadtgeflüster verschiebt acht Konzerte, darunter ausverkaufte Veranstaltungen in Berlin, Hamburg und Köln. Die Gruppe erklärte, sie könne für längere Zeit nicht mehr auf der Bühne stehen. Weitere Einzelheiten zu den gesundheitlichen Umständen wurden nicht veröffentlicht. Damit endet das Konzertjahr 2026 für die Band früher als ursprünglich vorgesehen.

Grossstadtgeflüster verschiebt gesamte restliche Jubiläumstour

Die Entscheidung betrifft die noch offenen Auftritte der Tour zum 23⅔-jährigen Bestehen der Berliner Gruppe. Ursprünglich sollten im November fünf weitere Konzerte in Deutschland stattfinden. Bereits Anfang Oktober waren drei geplante Auftritte in der Schweiz ausgefallen.

In ihrer jüngsten Mitteilung erklärte die Band, dass sie aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht auftreten könne. Die Verantwortlichen hätten versucht, für die ausstehenden Veranstaltungen passende Ersatztermine zu finden.

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Die Musiker bezeichneten die Verschiebungen als schmerzhaft. Gerade die große Nachfrage nach den Konzerten mache die Entscheidung besonders schwierig. Gleichzeitig betonte die Gruppe, dass die neuen Termine unter den gegebenen Umständen die bestmögliche Lösung seien.

Eine weitergehende Erklärung zu den gesundheitlichen Hintergründen gab es nicht. Auch eine endgültige Beendigung der Band oder ihrer gemeinsamen musikalischen Arbeit wurde nicht angekündigt. Die bestätigten Nachholtermine reichen vielmehr bis Oktober 2027.

Diese acht Konzerte finden erst 2027 statt

Die Bookingagentur All Artists Agency hat die aktualisierten Konzertdaten veröffentlicht. Die Terminübersicht umfasst fünf Veranstaltungen in Deutschland sowie drei Auftritte in der Schweiz.

Stadt und VeranstaltungsortUrsprünglichNeuer Termin
Köln, E-Werk05.11.202603.09.2027
Hamburg, Georg Elser Halle13.11.202609.09.2027
Hamburg, Georg Elser Halle14.11.202610.09.2027
Berlin, Columbiahalle27.11.202612.09.2027
Bern, Bierhübeli09.10.202624.09.2027
Basel, Volkshaus10.10.202625.09.2027
Zürich, ursprünglich X-TRA, künftig Volkshaus08.10.202626.09.2027
Berlin, Columbiahalle26.11.202624.10.2027

Die Daten stimmen mit den veröffentlichten Angaben der Bookingagentur und den aktualisierten Veranstaltungsinformationen überein.

Besonders in Berlin verändert sich der ursprüngliche Ablauf. Die beiden Konzerte waren zunächst unmittelbar hintereinander für den 26. und 27. November 2026 geplant. Nun werden sie an zwei weit auseinanderliegenden Sonntagen nachgeholt.

Das ursprünglich für den 27. November vorgesehene Konzert findet am 12. September 2027 statt. Der Auftritt vom 26. November wird dagegen erst am 24. Oktober 2027 nachgeholt. Veranstaltungsort bleibt jeweils die Columbiahalle. Konzertbeginn ist nach Angaben des Veranstalters um 20 Uhr, der Einlass beginnt um 19 Uhr.

Auch für Hamburg wurden zwei aufeinanderfolgende Ersatztermine im September gefunden. Das ursprünglich für den 5. November geplante Kölner Konzert bildet nun am 3. September 2027 den Auftakt der verschobenen Herbsttermine.

Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit

Für Konzertbesucher gibt es eine wichtige Nachricht: Bereits erworbene Eintrittskarten bleiben nach Angaben der Band für die jeweiligen Ersatztermine gültig. Ein grundsätzlich neuer Ticketkauf ist deshalb nicht erforderlich.

Wer den neuen Termin nicht wahrnehmen kann, darf seine Eintrittskarte nach der veröffentlichten Regelung dort zurückgeben, wo sie ursprünglich gekauft wurde. Die Rückgabe soll somit über die jeweilige Vorverkaufsstelle erfolgen.

Auch der Berliner Konzertveranstalter Greyzone bestätigt ausdrücklich, dass die Eintrittskarten für die beiden verschobenen Columbiahalle-Konzerte ihre Gültigkeit behalten. Entsprechende Informationen haben außerdem die Veranstalter in Köln und der Schweiz veröffentlicht.

Für Käufer der Zürcher Eintrittskarten ist zusätzlich der Wechsel des Veranstaltungsorts relevant. Das ursprünglich im X-TRA geplante Konzert soll am 26. September 2027 im Volkshaus Zürich nachgeholt werden. Die Schweizer Veranstaltungsagentur Gadget bestätigt den neuen Veranstaltungsort und die fortbestehende Gültigkeit bereits gekaufter Tickets.

Konkrete Rückgabefristen und Einzelheiten zur Abwicklung sollten Konzertbesucher bei ihrer jeweiligen Verkaufsstelle prüfen.

Bereits Anfang Oktober mussten drei Konzerte ausfallen

Die aktuelle Entscheidung ist nicht die erste Unterbrechung der Jubiläumstour. Bereits Anfang Oktober hatte Grossstadtgeflüster ihre geplanten Auftritte in Zürich, Bern und Basel kurzfristig verschieben müssen.

Die Konzerte sollten ursprünglich am 8., 9. und 10. Oktober stattfinden. Schon damals nannte die Band gesundheitliche Gründe und kündigte an, Ersatztermine zu suchen.

Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine neuen Daten bekannt. Die Gruppe versicherte jedoch, dass bereits erworbene Eintrittskarten gültig bleiben würden.

Inzwischen sind auch für diese drei Veranstaltungen Nachholtermine festgelegt worden. Bern und Basel stehen am 24. beziehungsweise 25. September 2027 auf dem Programm, Zürich folgt am 26. September.

Die Entwicklung verdeutlicht, dass die zunächst auf die Schweiz begrenzten Konzertverschiebungen inzwischen die gesamte verbleibende Jubiläumstour umfassen. Auch die ursprünglich noch für November vorgesehenen deutschen Auftritte können nicht stattfinden.

Eine ähnliche Situation hatte es bereits 2024 bei einer anderen Tour der Band gegeben. Damals wurden Teile der Konzertreise zum Album „Das Über-Icke“ verschoben. Die aktuellen Terminänderungen betreffen jedoch die eigenständige Jubiläumstour 2026.

Mehr als 20 Jahre Elektropop aus Berlin

Grossstadtgeflüster wurde 2003 in Berlin gegründet. Die Gruppe besteht aus Sängerin Jen Bender, dem für Synthesizer zuständigen Raphael Schalz und Schlagzeuger Chriz Falk.

Musikalisch verbindet das Trio elektronische Tanzmusik mit Punk-Einflüssen, humorvollen Texten und gesellschaftlichen Beobachtungen. Über die Jahre entwickelte sich Grossstadtgeflüster zu einer festen Größe der deutschsprachigen alternativen Elektropop-Szene.

Zu den bekanntesten Veröffentlichungen gehören „Ich muss gar nix“, „Fickt-Euch-Allee“, „Feierabend“ und „Ich kündige“. Besonders durch ihre energiegeladenen Live-Auftritte hat sich die Band ein Publikum in Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern aufgebaut.

Ihr bislang jüngstes Studioalbum „Das Über-Icke“ erschien am 9. Februar 2024. Die Veröffentlichung umfasst 14 Titel und folgte auf das Album „Trips & Ticks“ aus dem Jahr 2019. Mit der Jubiläumstour 2026 wollte die Gruppe auf ihre mehr als zwei Jahrzehnte umfassende Geschichte zurückblicken.

Fortsetzung der Tour für Herbst 2027 geplant

Trotz der längeren Live-Pause bleibt die Tourplanung bestehen. Die acht betroffenen Konzerte sind mit neuen Terminen versehen, und mehrere Veranstalter führen die Nachholauftritte bereits in ihren offiziellen Programmen.

Nicht vollständig einheitlich ist allerdings die Darstellung des Ausverkaufsstatus. Während die Band in ihrer Mitteilung sämtliche noch ausstehenden Shows als ausverkauft bezeichnete, kennzeichnet die aktuelle Bookingübersicht nur einen Teil der Ersatzveranstaltungen entsprechend. Für einzelne Termine werden weiterhin Ticketangebote ausgewiesen.

Die bestätigten Verschiebungen ändern dadurch nichts an der grundsätzlichen Planung: Grossstadtgeflüster will die ausgefallenen Auftritte zwischen September und Oktober 2027 nachholen.

Bis dahin sind keine weiteren Konzerte der Gruppe offiziell angekündigt. Wann darüber hinaus neue Auftritte oder musikalische Veröffentlichungen geplant sind, blieb zunächst offen.

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