
Ein schwerer Brand hat am Samstagvormittag, 31. Oktober 2026, ein Mehrfamilienhaus in Lenggries im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erheblich beschädigt. Zwei Bewohner erlitten Rauchgasvergiftungen und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Das erste Obergeschoss des früheren Bauernhauses stand bei Eintreffen der Feuerwehr bereits vollständig in Flammen. Der Sachschaden wird auf einen hohen sechs- bis siebenstelligen Eurobetrag geschätzt. Der Altbau ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.
Der Brand in Lenggries wurde der Integrierten Leitstelle Oberland am Samstag gegen 9 Uhr gemeldet. Betroffen war ein ehemaliges Bauernhaus an der Gaißacher Straße, das inzwischen als Mehrfamilienhaus genutzt wird. Nach den ersten Informationen aus dem Notruf brannte es im ersten Obergeschoss. Zugleich bestand zunächst die Befürchtung, dass sich noch Menschen im Gebäude befinden könnten.
Die Leitstelle alarmierte daraufhin mehrere Feuerwehren aus der Umgebung. Als die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle eintrafen, hatte sich das Feuer im Obergeschoss bereits so weit ausgebreitet, dass dieser Gebäudeteil in Vollbrand stand. Flammen schlugen aus dem Haus, während sich dichter Rauch über die Umgebung ausbreitete.
Eine besonders wichtige Entwicklung zeichnete sich bereits zu Beginn des Einsatzes ab: Sämtliche Bewohner hatten das Gebäude eigenständig verlassen können. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr hielten sich insgesamt acht Menschen in dem Haus auf. Eine Rettung eingeschlossener Bewohner aus den brennenden Räumen war deshalb nicht erforderlich.
Trotz der rechtzeitigen Flucht blieben gesundheitliche Folgen nicht aus. Zwei Bewohner erlitten nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd eine Rauchgasintoxikation. Beide wurden zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Klinikum gebracht.
Die Polizei stufte die Verletzungen nach ihrem bisherigen Kenntnisstand als leicht ein. Beide Betroffenen wurden zur weiteren Untersuchung und Behandlung in ein Klinikum gebracht. Gesicherte Angaben dazu, wann sie das Krankenhaus wieder verlassen konnten, lagen zunächst nicht vor.
Weitere Bewohner wurden nach den bislang veröffentlichten polizeilichen Angaben nicht als verletzt gemeldet. Die Tatsache, dass alle Menschen das Gebäude selbstständig verlassen konnten, verhinderte eine aufwendige Personenrettung während der Brandbekämpfung.
Die genaue Dauer der Rauchbelastung für die beiden Verletzten wurde nicht mitgeteilt. Ebenso liegen keine näheren Angaben dazu vor, in welchen Bereichen des Hauses sie sich unmittelbar vor ihrer Flucht aufgehalten hatten.
Die Brandbekämpfung erforderte ein umfangreiches Aufgebot. Insgesamt waren nach örtlichen Angaben rund 150 Einsatzkräfte beteiligt. Neben der Feuerwehr Lenggries rückten unter anderem Feuerwehrkräfte aus Wegscheid, Schlegldorf, Bad Tölz, Gaißach und Arzbach an. Auch Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei waren vor Ort.
Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen sowohl von außen über den Dachbereich als auch im Gebäudeinneren. Einsatzkräfte unter Atemschutz arbeiteten sich in die betroffenen Bereiche vor. Zusätzlich kam eine Drehleiter zum Einsatz.
Eine besondere Herausforderung stellte eine Photovoltaikanlage auf einem neueren Gebäudeteil dar. Diese musste zunächst elektrisch getrennt werden, bevor die Feuerwehr den entsprechenden Dachbereich öffnen konnte.
Nach gut zwei Stunden gelang es, den Brand zu löschen. Die Arbeiten waren damit allerdings noch nicht beendet. Einsatzkräfte öffneten weitere Teile der Dachkonstruktion und suchten nach verbliebenen Glutnestern, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Die Auswirkungen des Feuers beschränkten sich nicht auf das betroffene Wohngebäude. Wegen der erheblichen Rauchentwicklung wurde am Samstagvormittag auch die Bevölkerung in der Umgebung gewarnt.
Um 9.55 Uhr veröffentlichte der zuständige Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Oberland eine amtliche Gefahreninformation. Anwohner sollten den betroffenen Bereich meiden sowie Fenster und Türen geschlossen halten. Außerdem wurde empfohlen, Lüftungsanlagen und Klimaanlagen vorübergehend auszuschalten.
Die Warnung betraf insbesondere die Umgebung der Gaißacher Straße. Damit sollte verhindert werden, dass Menschen unnötig mit den Rauchgasen in Kontakt kamen.
Bereits um 11.49 Uhr folgte die offizielle Entwarnung. Die zuvor ausgegebene Gefahreninformation wurde aufgehoben. Für die Bevölkerung bestanden damit keine entsprechenden behördlichen Verhaltenshinweise mehr. Die Nachlöscharbeiten am beschädigten Gebäude dauerten jedoch zunächst an.
Das Feuer hinterließ massive Schäden an dem ehemaligen Bauernhaus. Nach der vorläufigen Einschätzung der Polizei liegt der entstandene Sachschaden im hohen sechsstelligen bis siebenstelligen Eurobereich. Eine genauere Schadenssumme wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Besonders schwer betroffen ist der ältere Gebäudeteil. Dieser kann derzeit nicht mehr bewohnt werden. Die erheblichen Brandschäden sowie die Auswirkungen der Löscharbeiten machen eine weitere Nutzung zunächst unmöglich.
Die Feuerwehr organisierte während des Einsatzes unter anderem zwei Notdächer, mit denen beschädigte Gebäudebereiche geschützt werden sollten. Ob und wann diese angebracht werden konnten, war am frühen Nachmittag noch offen. Zunächst mussten die Einsatzkräfte sicherstellen, dass sich keine weiteren Brandherde im Dachbereich befanden.
Unklar blieb zunächst, wann der Altbau wieder genutzt werden könnte. Auch zum Umfang möglicher Sanierungsmaßnahmen und zur längerfristigen Unterbringung der betroffenen Bewohner lagen keine gesicherten Angaben vor.
Noch während der Löscharbeiten übernahm der Kriminaldauerdienst die ersten Untersuchungen am Brandort. Zuvor hatte die örtlich zuständige Polizeiinspektion Bad Tölz die polizeilichen Maßnahmen eingeleitet.
Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II. Im Mittelpunkt steht die Frage, wodurch das Feuer am Samstagmorgen ausgelöst wurde und wie es sich im Gebäude ausbreiten konnte.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd lagen am Samstag zunächst keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung vor. Eine abschließende Brandursache war damit allerdings noch nicht festgestellt. Die kriminalpolizeilichen Untersuchungen dauern an.
Gesicherte Erkenntnisse zu einem möglichen technischen Defekt oder einem anderen konkreten Auslöser wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Auch zu dem Bereich, in dem das Feuer ursprünglich entstanden war, machte die Polizei keine abschließenden Angaben.
Damit steht nach dem Großeinsatz zunächst fest, dass sich alle Bewohner aus dem brennenden Haus retten konnten und die beiden verletzten Personen nach Polizeiangaben leichte Verletzungen erlitten. Zugleich sind die materiellen Folgen erheblich. Der Altbau ist unbewohnbar. Die Polizei schätzt den Sachschaden vorläufig auf einen hohen sechsstelligen bis siebenstelligen Eurobetrag. Wann die betroffenen Wohnungen wieder genutzt werden können, ist derzeit offen.
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