
Warum entwickeln Trüffel ihren intensiven Duft, und welchen Einfluss hat der Boden auf Kartoffeln, Wein und Gemüse? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Folge der ZDF-Wissenschaftsreihe „Terra X: Chemie des Kochens“. Am Sonntag, 1. November 2026, führt die Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim durch die Dokumentation „Erde: Wo Geschmack entsteht“. Die 45-minütige Sendung läuft ab 19:30 Uhr und ist bereits im Streamingangebot des ZDF verfügbar.
Die neue Ausgabe gehört zur Wissenschaftsreihe „Chemie des Kochens“, in der Mai Thi Nguyen-Kim naturwissenschaftliche Vorgänge rund um Lebensmittel und ihre Zubereitung erklärt. Im Mittelpunkt stehen diesmal nicht die Arbeitsschritte in der Küche, sondern die Bedingungen, unter denen Lebensmittel überhaupt entstehen.
Die Folge „Erde: Wo Geschmack entsteht“ wird am 1. November um 19:30 Uhr erstmals im ZDF ausgestrahlt. Der vorgesehene Sendeplatz endet um 20:15 Uhr. Damit setzt der Sender die Reihe fort, deren erste beiden Ausgaben bereits 2025 erschienen sind.
Der neue Film beschäftigt sich insbesondere mit dem Zusammenhang zwischen Bodenbeschaffenheit, Mikroorganismen, Nährstoffen und der Entwicklung von Lebensmitteln. Mai Thi Nguyen-Kim besucht dafür unterschiedliche Orte in Europa, an denen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und gehobene Gastronomie aufeinandertreffen.
Die Dokumentation verbindet Beobachtungen vor Ort mit wissenschaftlichen Erklärungen. Animationen, Nahaufnahmen und Zeitraffer sollen Prozesse sichtbar machen, die sich normalerweise der unmittelbaren Beobachtung entziehen.
Ein Schwerpunkt der Dokumentation sind Trüffel. Die unterirdisch wachsenden Pilze sind wegen ihres charakteristischen Geruchs und ihres Einsatzes in der gehobenen Küche bekannt. Für die Sendung besucht Mai Thi Nguyen-Kim Trüffelgebiete in der italienischen Toskana.
Dabei geht es um das Zusammenwirken von Pilzen, Bäumen und Böden. Trüffel leben in enger Verbindung mit den Wurzeln bestimmter Bäume. Ihr Lebensraum beeinflusst wesentlich, unter welchen Bedingungen sie wachsen können.
Die Dokumentation untersucht außerdem die chemischen Verbindungen, die für den charakteristischen Trüffelgeruch verantwortlich sind. Auch die Fähigkeit von Hunden und Schweinen, unterirdische Trüffel anhand ihres Geruchs aufzuspüren, gehört zu den behandelten Themen.
Die Sendung beschränkt sich allerdings nicht auf besonders kostspielige Lebensmittel. Auch Kartoffeln, Gemüse und Kräuter spielen eine Rolle. An diesen Beispielen zeigt sie, welche Bedeutung die Versorgung mit Nährstoffen und die Eigenschaften des jeweiligen Standortes für das Wachstum von Pflanzen haben.
Dabei wird deutlich, dass Geschmack nicht ausschließlich bei der späteren Verarbeitung oder Zubereitung entsteht. Bereits während der Entwicklung eines Lebensmittels können seine Zusammensetzung und seine später wahrnehmbaren Eigenschaften beeinflusst werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Leben unter der Erdoberfläche. Böden enthalten zahlreiche Bakterien, Pilze und andere Organismen, die an grundlegenden biologischen Prozessen beteiligt sind.
Ein Teil dieser Mikroorganismen baut organisches Material ab. Dadurch werden Nährstoffe umgesetzt und für weitere Prozesse im Boden verfügbar gemacht. Zusammen mit anderen Faktoren trägt dieses Bodenleben dazu bei, die Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum zu schaffen.
Die Dokumentation erklärt, weshalb fruchtbare Böden deshalb nicht nur als Träger für Pflanzen verstanden werden können. Sie sind komplexe Lebensräume, in denen biologische und chemische Vorgänge ineinandergreifen.
Für die Landwirtschaft hat das erhebliche Bedeutung. Die Eigenschaften eines Bodens beeinflussen, welche Pflanzen dort wachsen können und welche Bedingungen sie während ihrer Entwicklung vorfinden.
Die Folge behandelt außerdem den Zusammenhang zwischen den natürlichen Voraussetzungen eines Standortes und den Eigenschaften der später geernteten Lebensmittel. Damit erweitert sie den Blick auf das Kochen um einen Bereich, der zeitlich deutlich vor dem eigentlichen Zubereiten liegt.
Für die neue Ausgabe führt die Reise durch mehrere europäische Regionen. Neben den italienischen Trüffelgebieten gehören Weinbauflächen in Österreich zu den Stationen.
Am Beispiel des Weins geht es um die Bedeutung der natürlichen Anbaubedingungen. Neben dem Klima und der Bewirtschaftung können auch Bodeneigenschaften eine Rolle bei der Entwicklung der Reben spielen. Die Dokumentation beschäftigt sich damit, wie solche Einflüsse mit den Eigenschaften landwirtschaftlicher Erzeugnisse zusammenhängen.
Weitere Stationen führen in die europäische Spitzengastronomie, darunter nach London. Dort wird die Verbindung zwischen den Ausgangsprodukten und ihrer Verarbeitung in professionellen Küchen aufgegriffen.
Mai Thi Nguyen-Kim begegnet im Verlauf der Dokumentation Menschen aus der Landwirtschaft, dem Weinbau und der Gastronomie. Die unterschiedlichen Arbeitsbereiche verdeutlichen, wie viele Schritte zwischen der Entstehung eines Lebensmittels und dem fertigen Gericht liegen.
Die Sendung verknüpft damit naturwissenschaftliche Grundlagen mit praktischen Beispielen aus der Lebensmittelproduktion. Statt einzelne Rezepte vorzustellen, untersucht sie die Eigenschaften der Zutaten und deren natürliche Entstehungsbedingungen.
Die Dokumentation „Erde“ ist die dritte Ausgabe von „Terra X: Chemie des Kochens“. Die Reihe begann 2025 mit den Themen „Feuer“ und „Wasser“. Im November 2026 kommen zwei weitere Folgen hinzu.
Auf „Erde: Wo Geschmack entsteht“ folgt am Sonntag, 8. November 2026, um 19:30 Uhr die vierte Folge „Luft: Die unsichtbare Zutat“.
Darin rücken andere Vorgänge in den Mittelpunkt. So erklärt Mai Thi Nguyen-Kim, weshalb Sauerteigbrot aufgeht und welche Rolle Kohlendioxid, Hefen und Milchsäurebakterien dabei spielen.
Ein weiteres Beispiel sind Windbeutel. Ihre typische Form und der Hohlraum im Inneren entstehen durch das Zusammenspiel von Feuchtigkeit, Hitze und den Eigenschaften des Teigs. Wasserdampf spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Auch Schäume in der Küche und der Einfluss von Sauerstoff bei der Lebensmittelverarbeitung gehören zu den Themen. Die Reihe betrachtet damit insgesamt vier grundlegende Bereiche, die Lebensmittel und Kochprozesse beeinflussen.
Präsentiert wird die Reihe von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim. Die promovierte Chemikerin ist als Wissenschaftsjournalistin und Moderatorin bekannt und vermittelt in unterschiedlichen Formaten naturwissenschaftliche Zusammenhänge.
Für „Chemie des Kochens“ verbindet sie Erklärungen aus Chemie, Biologie und Physik mit Besuchen in landwirtschaftlichen Betrieben, Backstuben und Küchen.
Als Filmautorin der neuen Folgen wird Katharina Adick genannt. Die TV-Redaktion liegt bei Katharina Kohl, Luca Häfner und Johannes Geiger. Für die Online-Redaktion ist Michael Büsselberg aufgeführt.
Die Dokumentation wurde 2026 in Deutschland produziert. Im ZDF-Streamingangebot beträgt die angegebene Laufzeit 44 Minuten. Für die lineare Ausstrahlung ist ein 45-minütiger Programmplatz vorgesehen.
Wer die neue Folge nicht am Sonntagabend sehen kann, findet sie bereits im Streamingportal des ZDF. „Erde: Wo Geschmack entsteht“ ist dort seit Mittwoch, 28. Oktober 2026, abrufbar.
Nach den veröffentlichten Angaben des Senders soll der Film bis zum 28. Oktober 2036 verfügbar bleiben. Auch die anschließende Folge „Luft: Die unsichtbare Zutat“ steht bereits seit dem 28. Oktober 2026 zum Abruf bereit.
Für beide Dokumentationen gibt es Untertitel sowie eine Fassung mit Deutscher Gebärdensprache.
Im Fernsehen beginnt „Erde“ am Sonntag, 1. November, um 19:30 Uhr im ZDF. Eine Woche später, am 8. November, wird die vierteilige Reihe mit der Folge „Luft“ fortgesetzt. Damit schließt die Wissenschaftsreihe ihre Betrachtung der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft ab.
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