
Sony treibt die Entwicklung der nächsten PlayStation-Generation voran. Bei der Präsentation seiner Quartalszahlen am 5. November 2026 bestätigte der japanische Unterhaltungskonzern, dass die Arbeiten an der neuen Plattform im Zeitplan liegen. Einen Veröffentlichungstermin oder einen Verkaufspreis nannte das Unternehmen allerdings nicht. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Geschäftszahlen einen deutlichen Rückgang beim Absatz der PlayStation 5. Steigende Speicherpreise bleiben eine zusätzliche Herausforderung.
Die Vorbereitungen für den Nachfolger der PlayStation 5 verlaufen nach Angaben von Sony planmäßig. Finanzchefin Lin Tao bestätigte während der Vorstellung der Geschäftszahlen, dass sich die Entwicklungsarbeiten im vorgesehenen Rahmen bewegen. Auch im kommenden Geschäftsjahr, das am 1. April 2027 beginnt, will Sony weiter in die neue Plattform investieren.
Wann die häufig als PlayStation 6 bezeichnete Konsole tatsächlich erscheint, ist damit weiterhin offen. Sony hat weder ein konkretes Startjahr noch technische Spezifikationen oder einen Verkaufspreis bekannt gegeben. Bereits im Mai hatte das Unternehmen erklärt, dass über Zeitpunkt und Preisgestaltung der nächsten Konsolengeneration noch nicht entschieden worden sei.
Die aktuellen Aussagen bestätigen damit Fortschritte bei der Entwicklung, liefern aber keinen verbindlichen Zeitplan für die Markteinführung. Auch aus den angekündigten Investitionen lässt sich kein konkretes Erscheinungsdatum ableiten.
Während Sony an der nächsten Generation arbeitet, gehen die Verkaufszahlen der aktuellen Konsole zurück. Zwischen Juli und September 2026 lieferte das Unternehmen weltweit 2,6 Millionen PlayStation-5-Geräte aus. Im entsprechenden Vorjahresquartal waren es noch 4,0 Millionen gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 35 Prozent.
Seit dem Marktstart im November 2020 summierten sich die weltweiten Auslieferungen bis Ende September 2026 auf rund 97,9 Millionen Geräte. Damit nähert sich die PlayStation 5 der Marke von 100 Millionen Einheiten. Die Zahlen beziehen sich auf Auslieferungen an den Handel und umfassen nach Sonys Definition auch zurückgegebene und wiederaufbereitete Geräte.
Der Konzern bewertet die sinkenden Hardwareverkäufe als erwartete Entwicklung innerhalb des fortgeschrittenen Produktzyklus. Gleichzeitig wächst die Nutzung der PlayStation-Plattform. Im September verzeichnete Sony 127 Millionen monatlich aktive Nutzerkonten, sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch die gesamte Spielzeit stieg im abgelaufenen Quartal um vier Prozent.
Ein weiteres Thema sind die Kosten für Speicherchips. Sony erklärte, dass höhere Speicherpreise durch Anpassungen bei Verkaufspreisen und Rabattaktionen sowie zusätzliche Kostensenkungen ausgeglichen worden seien. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen deshalb mit einer ähnlichen Rentabilität des PS5-Hardwaregeschäfts wie im Vorjahr.
Die Preise der PlayStation-Konsolen hatte Sony bereits zum 2. April 2026 weltweit angehoben. Seitdem liegt die unverbindliche Preisempfehlung für die reguläre PS5 in Europa bei 649,99 Euro. Die Digital Edition kostet 599,99 Euro, die leistungsstärkere PS5 Pro 899,99 Euro.
Eine weitere konkrete Preiserhöhung kündigte Sony im Zusammenhang mit den Novemberzahlen nicht an. Das Unternehmen hatte allerdings bereits zuvor deutlich gemacht, dass sich nicht sämtliche zusätzlichen Produktionskosten dauerhaft selbst tragen ließen. Für die nächste Konsolengeneration ist die Preisgestaltung weiterhin offen.
Bei der Beschaffung von Speicherchips für das kommende Geschäftsjahr sieht sich Sony hinsichtlich der benötigten Mengen vorbereitet. Nach Gesprächen mit Zulieferern bestehe eine Verständigung über die Speichergrößen, die für die geplanten Hardwarestückzahlen erforderlich seien. Welche Einkaufspreise dabei gelten und wie sich diese langfristig entwickeln, blieb offen.
Die rückläufigen PS5-Auslieferungen führten nicht zu einem Rückgang des gesamten Spielegeschäfts. Sonys Sparte Game & Network Services erzielte zwischen Juli und September einen Umsatz von rund 1,21 Billionen Yen. Das waren neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn stieg um 83 Prozent auf 220,1 Milliarden Yen.
Der starke Gewinnanstieg erklärt sich allerdings teilweise durch Sonderbelastungen im Vorjahresquartal. Bereinigt um diese einmaligen Effekte bezifferte Sony das operative Gewinnwachstum auf 29 Prozent. Höhere Einnahmen aus Spielen und Netzwerkdiensten unterstützten das Geschäft.
Weltweit wurden im Quartal 88,2 Millionen vollständige Spiele für PS4 und PS5 abgesetzt. Ein Jahr zuvor waren es 80,3 Millionen gewesen. Die Entwicklung verdeutlicht die wachsende wirtschaftliche Bedeutung von Spielen und digitalen Diensten gegenüber dem reinen Konsolenverkauf.
Für Sony bleibt die bestehende PlayStation-Plattform damit ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts. Der Konzern erwartet zwar einen weiteren schrittweisen Rückgang der neu verkauften PS5-Geräte, will aber die Einnahmen aus Spielen, zusätzlichen Inhalten und Netzwerkdiensten weiterentwickeln.
Parallel laufen die Vorbereitungen für die nächste Konsolengeneration. Die Entwicklung befindet sich nach Unternehmensangaben im Zeitplan. Für Verbraucher bleiben jedoch die wichtigsten Fragen offen: Wann der PS5-Nachfolger erscheint, welche technischen Eigenschaften er bietet und wie viel er kosten wird, hat Sony bislang nicht bekannt gegeben.
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