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Busentführung in Greven: Verfolgungsjagd auf der Autobahn

Nachtbus Münster Drensteinfurt: Neue Linie in Planung
Symbolbild: Fabian Martinas

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Linienbus in Greven gestohlen: Verfolgungsjagd über zwei Autobahnen endet in Ibbenbüren

Kreist Steinfurt/Greven. Ein spektakulärer Polizeieinsatz sorgte am Freitagnachmittag, dem 11. Juli 2025, für Aufsehen: Ein 21-jähriger Mann aus dem baden-württembergischen Möglingen soll in Greven einen Linienbus gestohlen haben. Die rasante Flucht über mehrere Kilometer und zwei Autobahnen endete schließlich in Ibbenbüren. Der Vorfall hat viele Fragen aufgeworfen – insbesondere zum Motiv des Täters.

Verkehrschaos in Greven: Bus fährt in Schlangenlinien und durch rote Ampeln

Auslöser des Einsatzes war ein Hinweis, den eine Verkehrsteilnehmerin an die Polizei meldete. Sie hatte den Bus gegen Nachmittag in der Rathausstraße in Greven gesehen – und zwar unter auffälligen Umständen. Der Fahrer soll Verkehrsregeln grob missachtet haben. Berichten zufolge fuhr der Bus in Schlangenlinien, missachtete rote Ampeln und beschädigte dabei sowohl Verkehrsschilder als auch andere Fahrzeuge.

Trotz der erheblichen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer blieb es bei Sachschäden. Glücklicherweise wurde keine unbeteiligte Person verletzt.

Verfolgungsjagd auf der A1 und A30: Polizei greift zu drastischen Mitteln

Als klar wurde, dass es sich bei dem Busfahrer nicht um eine reguläre Person handelte, sondern um einen mutmaßlichen Täter, begann eine Verfolgungsjagd. Die Polizei nahm die Spur des Busses auf und verfolgte ihn zunächst auf der A1 und später auf der A30 in Richtung Ibbenbüren. Um den Bus zu stoppen, feuerten Einsatzkräfte gezielt auf die Reifen. Mindestens einer der Reifen ging in Flammen auf. Dennoch setzte der Fahrer seine Flucht unbeirrt fort.

Das gefährliche Manöver zog sich über zahlreiche Kilometer. Erst kurz hinter der Autobahnauffahrt Ibbenbüren-West konnte der Bus gestoppt werden. Ob der Fahrer dort freiwillig anhielt oder von den Einsatzkräften zum Stillstand gebracht wurde, ist bislang unklar.

Festnahme in Ibbenbüren: Täter leicht verletzt, Ermittlungen laufen

Der Tatverdächtige wurde noch am Ort des Geschehens in Ibbenbüren festgenommen. Dabei wurde der 21-Jährige leicht verletzt. Alle übrigen Beteiligten blieben unverletzt – ein Umstand, der angesichts des riskanten Fluchtverhaltens beinahe als glücklicher Zufall gewertet werden muss.

Die Hintergründe der Tat sind zum aktuellen Zeitpunkt unklar. Auch über ein mögliches Motiv oder den psychischen Zustand des Mannes gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und will die Umstände des Vorfalls nun umfassend aufklären.

Busentführung ohne Opfer – doch viele offene Fragen

Der Vorfall ereignete sich zwischen Freitagnachmittag und dem frühen Abend, die Festnahme erfolgte laut Polizeiangaben gegen 18:20 Uhr. Dass es zu keiner schwerwiegenden Kollision oder gar Verletzten unter den Verkehrsteilnehmern kam, ist angesichts der geschilderten Fahrweise bemerkenswert.

Wie der mutmaßliche Täter an den Bus gelangte, ob er gezielt vorging oder spontan handelte und welche persönlichen Umstände eine Rolle spielten – all das bleibt bislang im Dunkeln. Die Polizei wird in den kommenden Tagen weitere Informationen veröffentlichen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

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