
Münster/Köln. Viele Zuschauer verbinden den beliebten Münster-„Tatort“ fest mit der Stadt Münster. Doch die Ermittlungen von Kommissar Thiel und Rechtsmediziner Boerne finden in Wirklichkeit fast ausschließlich woanders statt. Nach übereinstimmenden Medienberichten erklärten die Hauptdarsteller Axel Prahl und Jan Josef Liefers bei einem Termin in Köln, dass der größte Teil der Dreharbeiten nicht in Westfalen, sondern im Rheinland stattfindet.
Liefers betonte demnach, dass rund 99,9 Prozent der Szenen in Köln und Umgebung entstehen. Nur wenige Außenaufnahmen werden tatsächlich in Münster gedreht. Der 61-jährige Schauspieler verwies auf Kostengründe: Die Produktion in der Domstadt sei für den WDR logistisch einfacher und wirtschaftlich effizienter, da dort auch die Studios und technischen Einrichtungen liegen. Münster selbst diene vor allem für stimmungsvolle Stadtbilder, die im Fernsehen die Kulisse des Ermittlerduos prägen.
Für die neue Episode mit dem Titel „Maskerade“ wurden aktuelle Szenen in Köln-Niehl aufgenommen. Ein Teil des Neven-DuMont-Hauses diente dabei als Filmkulisse für ein fiktives Pharmaunternehmen. In der Handlung steht ein vergifteter Karnevalsvereinsvorsitzender im Mittelpunkt, umgeben von dubiosen Geschäften mit angeblichen Verjüngungsstoffen. Wann die Folge ausgestrahlt wird, ist laut den Beteiligten noch nicht bekannt.
Der Münster-Tatort gehört zu den erfolgreichsten Reihen der ARD. Jede neue Episode erreicht regelmäßig mehrere Millionen Zuschauer. Dass die Dreharbeiten größtenteils im Rheinland stattfinden, ist für viele Fans überraschend – besonders, weil die Stadt Münster in den Filmen stets eine zentrale Rolle spielt. Nach Angaben der Schauspieler ist der Anteil echter Münster-Drehs in den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen.
Auch abseits der Dreharbeiten nahm Axel Prahl bei dem Pressetermin Bezug auf Münster selbst. Nach dem schwachen Abschneiden der AfD bei der jüngsten Kommunalwahl äußerte er sich laut Berichten stolz über das Wahlergebnis in seiner Filmheimat. Er lobte die weltoffene Haltung der Stadt und betonte, Münster stehe für ein positives gesellschaftliches Miteinander.
Prahl wird im November erneut in Köln auftreten, diesmal jedoch in anderer Rolle: Im Rahmen der Lit.Cologne präsentiert er dort sein aktuelles Buch. Die Tatort-Fans können sich derweil auf eine Fortsetzung der Krimireihe freuen – wenn auch überwiegend aus Köln.
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