
Nach Angaben der Polizei hat sich am frühen Samstagabend auf der Autobahn 42 in Fahrtrichtung Dortmund ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Gegen 17.46 Uhr wurden Einsatzkräfte zum Autobahnkreuz Herne gerufen, nachdem mehrere Fahrzeuge zusammengestoßen waren. Insgesamt wurden vier Menschen verletzt, ein Mann erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen.
Laut Behörden fuhr ein Audifahrer aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden VW auf. Durch den Aufprall wurde der VW in einen Skoda geschoben, der sich direkt davor befand. Die Wucht der Kollision führte dazu, dass der VW-Fahrer so schwer getroffen wurde, dass er nach aktuellem Stand in akuter Lebensgefahr schwebt. Seine Beifahrerin erlitt leichtere Verletzungen. Auch der Fahrer des Audis sowie die Skoda-Fahrerin wurden laut Mitteilung medizinisch versorgt.
Die Polizei hat an der Anschlussstelle Herne-Crange eine Ableitung eingerichtet, um den Verkehr an der Unfallstelle vorbeizuführen. Die Beamten sicherten Spuren und befragten Zeugen vor Ort. Wie es zu dem Aufprall kommen konnte, ist weiterhin nicht abschließend geklärt.
Die Ermittler prüfen nun verschiedene mögliche Unfallursachen. Für die Beamten geht es dabei vor allem darum, zu rekonstruieren, wie schnell die beteiligten Fahrzeuge unterwegs waren und ob äußere Faktoren dabei eine Rolle spielten. Auch technische Defekte können nach Angaben der Polizei nicht ausgeschlossen werden. Mit einer schnellen Klärung ist nicht zu rechnen, da die Fahrzeuge beschlagnahmt wurden und nun genauer untersucht werden.
Während der Aufräumarbeiten kam es im Bereich des Autobahnkreuzes Herne zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Autofahrer mussten mit Verzögerungen rechnen, weil der Verkehr bereits frühzeitig an der Anschlussstelle Herne-Crange abgeleitet wurde. Die Freigabe weiterer Spuren hing zunächst davon ab, wie schnell die Einsatzkräfte die Unfallfahrzeuge bergen und die Fahrbahn reinigen konnten.
Nach Angaben der Polizei wird der lebensgefährlich verletzte VW-Fahrer weiterhin im Krankenhaus behandelt. Die Ärzte kämpfen darum, seinen Zustand zu stabilisieren. Die übrigen Unfallbeteiligten konnten nach ambulanter Versorgung die Kliniken wieder verlassen. Für die Ermittlungen bedeuten die unterschiedlichen Verletzungsgrade, dass möglicherweise erst später umfassendere Aussagen der Betroffenen möglich sind.