
Nach mehr als vier Jahrzehnten an der Spitze des von ihm aufgebauten Bio-Unternehmens zieht sich Michael Radau aus dem operativen Tagesgeschäft zurück. Die Leitung des SuperBioMarkt mit Sitz in Münster geht zum Jahreswechsel auf seinen Sohn Luca Radau über. Das Unternehmen betreibt derzeit 23 Märkte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Mit der Nachfolgeregelung reagiert der Bio-Fachhändler auf die langfristige Sicherung seiner Führungsstruktur und stellt die Weichen für die kommenden Jahre. Zugleich fällt der Wechsel in eine Phase, in der sich der SuperBioMarkt nach eigenen Angaben wieder auf einem stabilen Wachstumspfad befindet. Für Münster ist der Schritt auch wirtschaftlich relevant, da das Unternehmen hier seinen Hauptsitz hat und zahlreiche Arbeitsplätze bündelt.
Die Unternehmensnachfolge bleibt bewusst in Familienhand. Michael Radau hatte den SuperBioMarkt in den frühen 1980er-Jahren gegründet und maßgeblich geprägt. Mit dem Wechsel in der Führung setzt das Unternehmen auf Kontinuität, kombiniert mit neuen Akzenten. Luca Radau, der zuvor bereits zentrale Aufgaben im Handelsbereich übernommen hatte, trägt künftig die alleinige operative Verantwortung. Unterstützt wird er weiterhin von erfahrenen Prokuristen aus dem bestehenden Management. Nach Angaben aus dem Unternehmen soll sich damitergestellt werden, dass betriebliche Abläufe stabil bleiben und gleichzeitig neue Impulse gesetzt werden können.
Der Generationenwechsel bedeutet jedoch keine bloße Fortschreibung des bisherigen Kurses. Vielmehr wird die interne Rollenverteilung neu justiert. Während der Gründer vor allem für Wertevermittlung und strategische Grundsatzfragen stand, rücken unter der neuen Führung stärker strukturierte Prozesse und betriebswirtschaftliche Steuerung in den Fokus. Für die Belegschaft in Münster und an den weiteren Standorten signalisiert dieser Schritt vor allem Verlässlichkeit. Arbeitsplätze und das bestehende Filialnetz sollen erhalten bleiben, während organisatorische Abläufe weiterentwickelt werden. Damit positioniert sich der SuperBioMarkt im zunehmend wettbewerbsintensiven Bio-Handel als mittelständisches Unternehmen mit klar geregelter Nachfolge. Für die Wirtschaft Münster ist dies ein wichtiges Signal, da familiengeführte Unternehmen in der Region eine tragende Rolle spielen.
Trotz des Führungswechsels bleibt die inhaltliche Ausrichtung des Unternehmens weitgehend unverändert. Der SuperBioMarkt setzt weiterhin auf hochwertige Bio-Produkte und ein breites Angebot an Frischetheken für Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst, Käse und Backwaren. Diese Schwerpunkte gelten als Markenzeichen des Unternehmens und sollen auch künftig eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig plant die neue Unternehmensführung, bestehende Strukturen weiter zu professionalisieren. Dazu zählen unter anderem effizientere Prozessabläufe, eine stärkere Nutzung digitaler Systeme sowie eine gezielte Modernisierung der Märkte.
In den kommenden Jahren sind sowohl Investitionen in bestehende Standorte als auch eine kontrollierte Expansion vorgesehen. Neue Ladenkonzepte und zeitgemäßer Ladenbau sollen insbesondere Kundinnen und Kunden ansprechen, die Wert auf Genuss, Qualität und Transparenz legen. Ein erstes sichtbares Zeichen dieser Strategie soll die geplante Neueröffnung eines Marktes im Stadtteil Münster-Gremmendorf im Frühjahr 2026 sein. Dort will das Unternehmen neue Formate und digitale Elemente erproben. Für Münster bedeutet dies nicht nur eine Stärkung des Bio-Angebots, sondern auch zusätzliche wirtschaftliche Impulse im Einzelhandel. Damit fügt sich die Entwicklung in die aktuellen Münster Nachrichten ein, die sich zunehmend mit nachhaltigen Geschäftsmodellen und regionaler Wertschöpfung befassen.
Auch nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft bleibt Michael Radau der Branche eng verbunden. Künftig will er sich stärker auf seine ehrenamtlichen Aufgaben konzentrieren. Dazu zählen Funktionen in führenden Handels- und Wirtschaftsverbänden auf Landes- und Bundesebene. Aus seiner Sicht steht der Bio-Fachhandel vor tiefgreifenden Veränderungen. Eine Bereinigung des Marktes hält er für wahrscheinlich, insbesondere angesichts der zunehmenden Konzentration im klassischen Lebensmitteleinzelhandel. Gleichzeitig betont er die Bedeutung eines qualitativ hochwertigen Fachhandels, der sich klar von Discountern und Großketten abgrenzt.
Mit Blick auf die Bio-Branche insgesamt mahnt er mehr Innovationsbereitschaft und eine präzisere strategische Ausrichtung an. Verbände müssten enger zusammenarbeiten und professionelle Strukturen aufbauen, um Vertrauen in die Qualität von Bio-Produkten zu sichern. Auch Luca Radau signalisiert, sich künftig stärker in diesem Bereich zu engagieren und aktiv an der Weiterentwicklung des Fachhandels mitzuwirken. Für Münster und die Region bedeutet dies, dass ein bedeutender Akteur des Bio-Handels weiterhin Einfluss auf die Debatte um nachhaltigen Konsum und Handelsstrukturen nehmen wird. Damit bleibt der SuperBioMarkt nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich relevant für die aktuelle Meldung Münster und darüber hinaus.
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