NRW erlebt starkes Startupjahr 2025 mit deutlichem Zuwachs

NRW erlebt starkes Startup-Jahr 2025 mit deutlichem Zuwachs
Foto: Proxyclick Visitor Management System

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NRW/Münster. Nordrhein-Westfalen gehört im Jahr 2025 zu den dynamischsten Startup-Standorten in Deutschland. Das zeigt ein aktueller Report des Startup‑Verband, der die Neugründungen von Startups bundesweit ausgewertet hat. Demnach wurden im vergangenen Jahr in NRW mehrere hundert neue Startups gegründet, deutlich mehr als noch im Jahr zuvor.

Mit Blick auf die regionale Wirtschaft ist diese Entwicklung auch für Münster relevant. Die Zahlen unterstreichen, dass NRW seine Rolle als zentraler Gründungsstandort weiter ausbaut und damit günstige Rahmenbedingungen für innovative Geschäftsmodelle bietet. Der Report wertet Handelsregisterdaten für den Zeitraum Januar bis Dezember 2025 aus und gilt als eine der wichtigsten bundesweiten Übersichten zum Startup-Geschehen.

NRW belegt bundesweit Platz zwei bei Startup-Neugründungen

Nach Angaben des Startup-Verbands wurden im Jahr 2025 insgesamt 658 Startups in Nordrhein-Westfalen neu gegründet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von rund einem Drittel. Damit liegt NRW im Bundesvergleich auf Rang zwei und wird nur noch von Bayern übertroffen. Berlin folgt knapp dahinter.

Die Auswertung zeigt, dass sich der bundesweite Aufwärtstrend auch in NRW deutlich niederschlägt. Während in den Jahren zuvor die Zahl der Neugründungen zeitweise stagnierte, markiert 2025 eine klare Trendwende. Besonders technologiegetriebene Geschäftsmodelle haben laut Report zu diesem Wachstum beigetragen. Ein wachsender Anteil der neu gegründeten Startups arbeitet mit Anwendungen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz oder Softwareentwicklung.

Für die Wirtschaftsstruktur in NRW ist diese Entwicklung von Bedeutung, da das Bundesland traditionell stark industriell geprägt ist. Die steigende Zahl junger Technologieunternehmen deutet darauf hin, dass sich klassische Wirtschaftsbereiche zunehmend mit digitalen Innovationen verbinden. Davon profitieren vor allem Regionen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und urbanen Zentren, zu denen auch das Münsterland zählt.

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Der Startup-Verband sieht Nordrhein-Westfalen damit als einen der zentralen Treiber des deutschen Startup-Ökosystems. Die Zahlen machen zugleich deutlich, dass sich der Wettbewerb zwischen den Bundesländern um innovative Gründungen weiter verschärft. Für Städte wie Münster ergeben sich daraus Chancen, sich als attraktiver Standort für junge Unternehmen und Fachkräfte zu positionieren.

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Münster als Gründungsstandort mit stabiler Basis und starkem Netzwerk

Auch für Münster lassen sich offizielle Hinweise auf eine aktive Gründungsszene belegen, selbst wenn keine eigenständige Startup-Zählung auf Stadtebene vorliegt. Nach aktuellen Daten von IT.NRW wurden in Münster im Jahr 2023 insgesamt 1.942 Gewerbeneugründungen registriert. Die Statistik erfasst alle Formen von Unternehmensgründungen und nicht ausschließlich Startups im engeren Sinne, gilt jedoch als verlässlicher Indikator für die lokale Gründungsdynamik. Gleichzeitig lag die Zahl der vollständigen Geschäftsaufgaben deutlich darunter, was auf vergleichsweise stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen hindeutet.

Getragen wird diese Entwicklung von einem eng verzahnten Unterstützungsnetzwerk. Eine zentrale Rolle spielt die Wirtschaftsförderung Münster GmbH, die als STARTERCENTER NRW zertifiziert ist und Gründungsinteressierte bei Planung, Finanzierung und formalen Schritten begleitet. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Technologieförderung Münster GmbH, die jungen Unternehmen Infrastruktur, Büroflächen und Zugang zu regionalen Innovationsnetzwerken bietet.

Eine besondere Rolle übernimmt das REACH – EUREGIO Start-up Center, das als gemeinsames Gründungszentrum der Universität Münster und der FH Münster fungiert. Das REACH versteht sich zugleich als zentrale Schnittstelle zwischen wissenschaftsbasierten Startups und dem Mittelstand und arbeitet dabei eng mit der R-Factory zusammen. Ergänzend fördert der Digital Hub münsterLAND den Austausch zwischen jungen Unternehmen, etablierten Betrieben und weiteren Akteuren der Region.

Vor diesem Hintergrund fügt sich Münster in den landesweiten Aufwärtstrend ein, den der Startup-Verband für Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 beschreibt. Auch wenn viele Startup-Neugründungen in den großen Metropolregionen entstehen, profitiert Münster von seiner Hochschulstärke, funktionierenden Netzwerken und verlässlichen Strukturen. Damit bleibt der Standort für Unternehmensgründungen im Münsterland wirtschaftlich relevant und anschlussfähig an die dynamische Entwicklung in NRW.

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