
Münster. Freier Eintritt, Führungen bis Mitternacht – und erstmals Tattoos im Ausstellungsraum: Der „Lange Freitag“ am 13. März im LWL-Museum für Kunst und Kultur verspricht einen ungewöhnlichen Museumsabend. Von 18 bis 24 Uhr ist der Eintritt kostenfrei. Neben klassischen Rundgängen und offenen Ateliers rückt diesmal eine Kunstaktion in den Mittelpunkt, die buchstäblich unter die Haut geht.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Installation „Not Quite Under_Ground“, die auf ein Projekt des Künstlers Michael Smith für die Skulptur Projekte 2017 zurückgeht. Damals entstand am Hansaring ein funktionierendes Tattoostudio als künstlerischer Beitrag, bei dem Motive eigens für die Ausstellung entwickelt wurden. Nun wird die Arbeit im Museum erneut aktiviert: Das münsterische Studio „Tätowiersucht“ setzt die damaligen Motive in einem Sammlungsraum um. Der gesamte Prozess – von der Auswahl bis zum Stechen – ist öffentlich einsehbar und als Teil des Kunstwerks konzipiert; wer kein Tattoo möchte, kann die Aktion beobachten. Die Terminvergabe für den 13. März startet am 13. Februar direkt über das Studio, weitere Termine sind für Juli, September und November geplant.
Neben der Tattoo-Aktion bietet der Lange Freitag ein dichtes Programm an Führungen durch Ausstellungen und Sammlung. Bereits um 17.30 Uhr beginnt das „Kunstwerk des Monats“, anschließend folgen thematische Rundgänge, darunter Formate zu Frauen in der Kunst, zur Verbindung von Graphic Novel und Mittelalter sowie ein Überblick über zentrale Werke der Sammlung. Ein inklusiver Rundgang widmet sich dem Thema Kunst und Achtsamkeit, zudem werden Führungen in arabischer Sprache angeboten. Für ein spielerisches Element sorgt das mehrfach stattfindende Krimispiel „Ein Maler sieht Mord“, das Besucherinnen und Besucher auf eine besondere Spurensuche durch das Museum mitnimmt.
Begleitend ist im Lichthof weiterhin die Ausstellung „Performance People“ aus dem Skulptur-Projekte-Archiv zu sehen, die performative Kunstformen in den Fokus rückt und damit inhaltlich an die Tattoo-Performance anknüpft. Offene Ateliers laden dazu ein, selbst kreativ tätig zu werden und künstlerische Techniken auszuprobieren, während Musik im Foyer für eine entspannte Atmosphäre sorgt. Tickets für einzelne Führungen sind ab dem 1. März im Ticketshop sowie an der Museumskasse erhältlich.
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