
Münster/Osnabrück. Der Wegfall einer wichtigen Umsteigeverbindung, ein weiterhin schwacher innerdeutscher Luftverkehr und steigende Kosten für Airlines: Die Rahmenbedingungen für den Flughafen Münster/Osnabrück blieben auch 2025 schwierig. Dennoch sieht sich der FMO auf Kurs. Nach Darstellung des Flughafens konnten die Passagierzahlen im vergangenen Jahr 2025 nahezu auf Rekordniveau gehalten werden – ein Ergebnis, das am FMO als Beleg für die eigene Marktposition gewertet wird.
Nach Angaben des Flughafens nutzten im Jahr 2025 insgesamt 1.253.780 Fluggäste den FMO. Damit lag das Aufkommen rund zwei Prozent unter dem Rekordjahr 2024, das mit gut 1,28 Millionen Passagieren das beste Ergebnis seit mehr als 13 Jahren gebracht hatte. Aus Sicht des Airports zeigt die Jahresbilanz, dass die Nachfrage im Einzugsgebiet auch unter veränderten Bedingungen stabil geblieben ist.
Besonders hebt der Flughafen hervor, dass das Ergebnis trotz des Wegfalls der Lufthansa-Verbindung nach Frankfurt erreicht wurde. Diese Verbindung war mit Beginn des Winterflugplans 2024/25 eingestellt worden. Seitdem wird der Umsteigeverkehr vollständig über München geführt. Der FMO bewertet es als positives Signal, dass sich dieser Einschnitt nicht deutlich in den Passagierzahlen niedergeschlagen habe.
Im Vergleich zum letzten vollständigen Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichnet der Flughafen nach eigenen Angaben ein Plus von 26 Prozent. Damit entwickelt sich der FMO deutlich dynamischer als der deutsche Luftverkehr insgesamt. Bundesweit lagen die Passagierzahlen an den Hauptverkehrsflughäfen zuletzt weiterhin rund zwölf Prozent unter dem Niveau von 2019. Besonders der innerdeutsche Flugverkehr blieb erheblich unter den früheren Werten.
Ein zentrales Element der Einordnung ist für den FMO die Auslastung der Maschinen. Mit durchschnittlich 83 Prozent wurde 2025 nach Angaben des Airports ein neuer Höchstwert erreicht. Dies deutet aus Sicht des Flughafens auf eine gezielte Steuerung des Angebots hin. Besonders stark frequentiert waren erneut die klassischen Urlaubs- und Linienziele: Antalya mit rund 398.000 Passagieren, Palma de Mallorca mit etwa 339.000 sowie die wichtige Drehkreuzverbindung nach München mit rund 233.000 Fluggästen.
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Neben den etablierten Strecken verweist der Flughafen auf neue Verbindungen, die 2025 aufgenommen oder ausgebaut wurden. Die Ziele London und Málaga hätten sich nach Darstellung des FMO gut entwickelt und zur Stabilisierung des Angebots beigetragen. Die Airline-Anteile verteilten sich dabei relativ gleichmäßig: SunExpress, Lufthansa und Ryanair kamen jeweils auf etwa 20 Prozent der Passagiere.
Für das Jahr 2026 zeigt sich der Flughafen vorsichtig optimistisch. Trotz eines aus seiner Sicht weiterhin herausfordernden Marktumfelds sieht sich der FMO gut positioniert. Eine zentrale Rolle soll dabei die neue touristische Airline LEAV Aviation spielen, die ab Sommer 2026 ein Flugzeug am Standort stationieren will. Geplant sind zusätzliche Verbindungen unter anderem nach Kreta, Rhodos und Fuerteventura. Gleichzeitig hält Lufthansa an der München-Strecke fest und will laut FMO die Umsteigezeiten zu Langstreckenzielen weiter optimieren.