Uber in Münster: Taxi-Gewerbe fordert Mindestpreise für fairen Wettbewerb

Taxi vs. Uber in Münster: Mindestpreise rücken in den Fokus
Foto mit KI erstellt

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Münster. Der wachsende Preisdruck durch App-vermittelte Fahrdienste beschäftigt nun auch das Taxi-Gewerbe in Münster. Nach Angaben aus dem lokalen Umfeld haben sich Fahrerinnen und Fahrer zusammengeschlossen und rund hundert Unterschriften gesammelt. Ziel ist es, einen Antrag auf Einführung eines Mindesttarifs beziehungsweise Mindestentgelts für Mietwagenfahrten in Münster auf den Weg zu bringen.

Hintergrund der Initiative ist die Preisgestaltung von Plattformanbietern wie Uber. Während Taxis an feste, von der Stadt festgelegte Tarife gebunden sind, können App-Anbieter ihre Preise flexibel anpassen. Das führe nach Einschätzung der beteiligten Fahrer zu einem Wettbewerbsnachteil, der sich im Arbeitsalltag deutlich bemerkbar mache.

Lokale Initiative mit klarer Forderung

Einer der beteiligten Taxiunternehmer ist Yakup Yilmaz aus Münster. Er macht darauf aufmerksam, dass es für Taxiunternehmen kaum möglich sei, mit stark schwankenden App-Preisen Schritt zu halten. Die Initiative fordert deshalb eine kommunale Regelung, die verhindert, dass Mietwagenfahrten dauerhaft deutlich unterhalb des Taxitarifs angeboten werden.

Konkret geht es um die Einführung eines Mindestentgelts, das für App-vermittelte Mietwagenfahrten gelten würde. Ein entsprechender Antrag soll nach Angaben der Beteiligten bei der Stadt eingebracht werden. Ein genauer Zeitpunkt ist bislang nicht bekannt.

Stadt bislang ohne öffentliche Position

Ob und wann sich Politik und Verwaltung in Münster mit der Forderung befassen, ist derzeit offen. Zuständig wären die politischen Gremien gemeinsam mit der Verwaltung, etwa im Bereich Ordnung und Verkehr. Eine öffentliche Stellungnahme der Stadt Münster zu möglichen Mindestentgelten für Mietwagenfahrten liegt bislang nicht vor.

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Damit ist auch offen, ob Münster einen ähnlichen Weg einschlagen wird wie andere Kommunen oder zunächst auf andere Instrumente setzt.

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Einordnung: Bundesweiter Trend als Hintergrund

Die Diskussion in Münster reiht sich in eine bundesweite Entwicklung ein. In mehreren deutschen Städten haben Taxi-Gewerbe und Kommunen bereits über Mindestpreise für Mietwagenfahrten diskutiert oder entsprechende Regelungen beschlossen. Ziel ist es, einen Preiswettbewerb zu begrenzen, der aus Sicht vieler Taxiunternehmen ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet.

Diese Modelle dienen lokalen Initiativen häufig als Orientierung, sind jedoch rechtlich und politisch umstritten. Plattformbetreiber und Branchenverbände warnen vor steigenden Preisen für Fahrgäste, während Befürworter auf fairere Wettbewerbsbedingungen verweisen.

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