Verfolgung im ICE: Smartphone-Diebstahl in Dortmund endet mit Zugriff in Münster

Angstraum oder Ankunftsort? Münster ringt weiter um seinen Hauptbahnhof
Foto: David Olef

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Am Dienstagabend (13. Januar 2026) wurde der Hauptbahnhof Dortmund zum Schauplatz eines Smartphone-Diebstahls. Gegen 21.30 Uhr bemerkte eine 36-jährige portugiesische Staatsangehörige, dass ihr Mobiltelefon verschwunden war, und wandte sich umgehend an die Bundespolizei. Der Vorfall ereignete sich im Bereich von Gleis 10, einem stark frequentierten Abschnitt des Bahnhofs, an dem sich zu dieser Uhrzeit zahlreiche Reisende aufhielten.

Videoauswertung liefert schnelle Hinweise

Noch während die Anzeige aufgenommen wurde, begannen die Einsatzkräfte mit der Auswertung der vorhandenen Videoaufzeichnungen. Diese bestätigten nach Angaben der Bundespolizei nicht nur den Tatablauf, sondern zeigten auch den Fluchtweg des mutmaßlichen Haupttäters. Demnach verließ der Mann den Bahnsteig und stieg kurz darauf in den ICE 514 mit Fahrtrichtung Münster ein. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten es den Beamten, umgehend weitere Maßnahmen einzuleiten und Kollegen entlang der Strecke zu informieren.

Zugriff beim Halt in Münster

Als der ICE 514 am Hauptbahnhof Münster planmäßig hielt, warteten dort bereits Einsatzkräfte der Bundespolizei. Sie nahmen einen 34-jährigen libyschen Staatsangehörigen im Zug fest. In unmittelbarer Nähe wurde zudem ein 24-jähriger algerischer Staatsangehöriger als mutmaßlicher Mittäter gestellt. Bei ihm fanden die Beamten das zuvor entwendete Smartphone, womit sich der Verdacht weiter erhärtete und der Tatablauf nachvollziehen ließ.

Weitere Funde und Rückgabe des Diebesguts

Im Rahmen der anschließenden Durchsuchungen stellten die Ermittler neben dem gestohlenen Handy drei weitere Smartphones sowie rund 1.000 Euro Bargeld sicher. Das aufgefundene Mobiltelefon wurde noch am selben Abend an die Geschädigte zurückgegeben. Beide Tatverdächtigen wurden im Anschluss nach Dortmund gebracht, wo die weiteren Ermittlungen gebündelt wurden.

Haftbefehl und Ermittlungen wegen schweren Diebstahls

Gegen den 34-Jährigen erließ ein Richter Untersuchungshaft. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ist der Mann wohnungslos und war zuvor bereits zweimal wegen Eigentumsdelikten gesucht worden. Der 24-Jährige aus Alsdorf kam nach Zahlung einer Sicherheitsleistung von 400 Euro wieder auf freien Fuß. Die Bundespolizei führt nun ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls im besonders schweren Fall.

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