
Kirchheim. Mit einem stark ausgedünnten Kader, improvisierten Line-ups und zwei Premieren auf dem Parkett sind die Uni Baskets Münster mit einer Niederlage in die Rückrunde der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gestartet. Bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim unterlagen die Münsteraner am Samstagabend mit 63:82 (30:42). Trotz guter Phasen und einer zwischenzeitlichen Aufholjagd machten sich die personellen Probleme über die gesamte Spielzeit bemerkbar.
Schon vor dem Sprungball stand fest, dass die Baskets improvisieren müssen. Mit Paul Viefhues und Aufbauspieler Julian Larry fehlten gleich zwei der wichtigsten Offensivkräfte krankheitsbedingt. Trainer Götz Rohdewald reagierte mit ungewöhnlichen Lösungen: Neuzugang Philip Alston feierte nach nur wenigen Trainingseinheiten sein Debüt, Co-Trainer Thorben Döding rückte mit einer Sonderlizenz selbst ins Trikot, um im Spielaufbau zu entlasten.
Alston stand knapp 25 Minuten auf dem Feld und setzte sofort Akzente. Der athletische Power Forward wurde mit 19 Punkten nicht nur Topscorer der Münsteraner, sondern zeigte auch im Eins-gegen-eins und im Zug zum Korb, welches Potenzial er dem Team geben kann.
Die Gastgeber nutzten ihre größere personelle Tiefe von Beginn an konsequent. Angeführt von Tylan Pope, der bereits im ersten Viertel zwölf Punkte erzielte, setzte Kirchheim früh ein Ausrufezeichen. Das 23:13 nach zehn Minuten zwang die Baskets sofort in die Rolle des Verfolgers.
Zwar stabilisierte sich Münster im zweiten Abschnitt, doch die Knights hielten den Vorsprung konstant. Zur Pause lag Kirchheim mit 42:30 vorne, auch weil Münster offensiv nur auf wenige Schultern verteilt punktete.
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Nach dem Seitenwechsel zeigten die Baskets Moral. Mit verbesserter Trefferquote von außen verkürzten sie den Rückstand deutlich. Cosmo Grühn, Andrew O’Brien und Oliver Pahnke trafen aus der Distanz, Münster gewann das dritte Viertel und kam bis auf 47:50 heran.
Doch erneut schlugen die Umstände zu: Pahnke musste nach einem Schlag ins Gesicht behandelt werden und konnte nur noch kurz zurückkehren. Parallel häuften sich Ballverluste. Insgesamt leisteten sich die Baskets 17 Turnover, viele davon in entscheidenden Momenten der Aufholphase.
Während Münster kämpfen musste, blieb Kirchheim strukturiert. 20 Assists unterstreichen das mannschaftlich geschlossene Spiel der Knights, die immer wieder gute Wurfpositionen kreierten. In der Schlussphase zog der Gastgeber konsequent davon und stellte rund drei Minuten vor dem Ende auf 75:58. Der Vorsprung geriet danach nicht mehr in Gefahr.
Auch statistisch spiegelte sich die Überlegenheit wider: Kirchheim traf höherprozentig aus dem Feld, war bei den Rebounds präsenter und nutzte Münsters Fehler eiskalt aus.
Neben Alston überzeugten aus Münsteraner Sicht auch Neil Masnic, der wichtige Minuten im Aufbau übernahm, sowie Cosmo Grühn, der mit neun Punkten und drei Dreiern Akzente setzte. Dennoch zeigte sich, wie schwer die Ausfälle von Larry und Viefhues wiegen, gerade in Phasen, in denen Ruhe und Spielkontrolle gefragt gewesen wären.
Die Niederlage zum Rückrundenstart ist für die Uni Baskets ein Dämpfer, liefert aber auch wichtige Erkenntnisse. Die Mannschaft bewies Charakter, musste jedoch erkennen, dass personelle Engpässe auf diesem Niveau kaum zu kompensieren sind. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die neue Rotation einspielen kann – und wann der Kader wieder vollzählig ist.
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