Münster erinnert an die Befreiung von Auschwitz: mehrere Gedenkveranstaltungen

Auschwitz Gedenken Münster
pzk net, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

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Münster. Mit mehreren Veranstaltungen erinnert Münster am heutigen Dienstag an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vor 81 Jahren. Der 27. Januar gilt bundesweit als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Am Vormittag fand im Rathausinnenhof eine Gedenkstunde statt. Oberbürgermeister Tilman Fuchs kam dort um 11.30 Uhr mit Schülerinnen und Schülern zusammen, um gemeinsam an die Opfer des Holocaust zu erinnern und die historische Verantwortung in den Blick zu nehmen.

Kranzniederlegung am Zwinger

Am Nachmittag setzt die Stadt Münster das Gedenken fort. Um 16 Uhr lädt der Oberbürgermeister gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster sowie der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Münster zu einer Kranzniederlegung am Zwinger an der Promenade ein. Der Ort gilt als zentrales Mahnmal für die Opfer nationalsozialistischer Gewalt in Münster.

Unmittelbar im Anschluss findet um 16.30 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Lamberti-Kirche statt. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener christlicher Konfessionen erinnern dort gemeinsam an die Verbrechen des Nationalsozialismus und an die Millionen Ermordeten.

Stiller Gedenkzug am Abend

Am Abend ruft die Initiative minimum – die emanzipatorische plattform gegen antisemitismus zu einem stillen Gedenkzug auf. Beginn ist um 18 Uhr am Hauptbahnhof. Der Zug führt über die Warendorfer Straße zur Gedenkstele an der ehemaligen Gaststätte Gertrudenhof.

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Der Ort erinnert an ein kaum sichtbares, aber zentrales Kapitel der regionalen NS-Geschichte: Im Dezember 1941 wurden dort rund 390 jüdische Menschen aus Münster und dem Münsterland zusammengetrieben und wenige Tage später in das Ghetto Riga deportiert. Viele von ihnen wurden später ermordet.

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Mit den Veranstaltungen soll nicht nur der Opfer gedacht, sondern auch ein Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Geschichtsvergessenheit gesetzt werden. Die Gedenkangebote sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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