
Münster. Die Universität Münster verliert einen ihrer Professoren für katholische Theologie. Michael Seewald wird die Hochschule verlassen und zum Sommersemester an der Ludwig-Maximilians-Universität München wechseln. Der Wechsel ist zum 1. April vorgesehen. Seewald war seit 2017 an der Universität Münster tätig und prägte dort Lehre und Forschung im Bereich der systematischen Theologie.
Michael Seewald war Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Münster und leitete das entsprechende Seminar. Darüber hinaus fungierte er als Sprecher des Exzellenzclusters „Religion und Politik“. Dieses Forschungscluster war Teil der bundesweiten Exzellenzstrategie, erhielt jedoch keine weitere Förderphase und befindet sich in einer zeitlich befristeten Auslauffinanzierung.
Neben seiner Lehrtätigkeit war Seewald auch in überregionalen wissenschaftlichen Zusammenhängen aktiv. Seit 2024 ist er Permanent Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Ebenfalls im Jahr 2024 wurde bekannt, dass er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis ausgezeichnet wird. Der Preis gilt als wichtigste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland und ist mit einer Fördersumme von 2,5 Millionen Euro verbunden.
Zum Sommersemester übernimmt Seewald an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine neue Professur im Bereich der katholischen Theologie. Mit dem Wechsel endet seine Tätigkeit an der Universität Münster, einschließlich seiner Aufgaben im Exzellenzcluster und am Seminar für Dogmatik und Dogmengeschichte.
Die Universität Münster steht damit vor der Aufgabe, die frei werdenden Positionen in Lehre und Forschung neu zu organisieren. Angaben zu einer Nachfolgeregelung oder zur künftigen Ausrichtung des Lehrstuhls liegen derzeit nicht vor. Der Wechsel fällt in eine Phase struktureller Veränderungen innerhalb der theologischen Forschung in Münster, unter anderem im Zusammenhang mit dem im Aufbau befindlichen Campus der Theologien und Religionswissenschaften.
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