
Münster. In Münster verdichten sich die Arbeitskämpfe innerhalb weniger Tage zu einer Streikserie. Nach Warnstreiks in der vergangenen Woche und den angekündigten Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr ab Montag stehen ab Mittwoch erneut weitere Streiks an. Dann sollen Einrichtungen des Landes betroffen sein. Die Gewerkschaft ver.di ruft im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder zu ganztägigen Warnstreiks auf. Münster ist ausdrücklich Teil der landesweiten Aktionen.
Neu ist dabei nicht der Arbeitskampf an sich, sondern seine Ausweitung. Nach ersten punktuellen Aktionen werden nun weitere zentrale Bereiche einbezogen. Für viele Menschen in der Stadt entsteht dadurch der Eindruck einer Abfolge, in der ein Einschnitt auf den nächsten folgt.
Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Münster Warnstreiks im Zusammenhang mit der Tarifrunde der Länder gegeben. Besonders spürbar waren diese Aktionen im Gesundheitsbereich, unter anderem am Universitätsklinikum. Auch dort galten Notdienstvereinbarungen, dennoch kam es zu Einschränkungen im regulären Betrieb.
Diese frühen Aktionen gelten als Auftakt der aktuellen Eskalation. Sie machten deutlich, dass die Tarifverhandlungen aus Sicht der Beschäftigten nicht vorankommen und dass weitere Maßnahmen folgen könnten. Genau daran knüpft die nun angekündigte Ausweitung an.
Unabhängig davon kommt es in Münster ab Montag, 2. Februar 2026, zu einem Warnstreik im Stadtbusverkehr. Busfahrerinnen und Busfahrer der Stadtwerke legen ihre Arbeit nieder, viele Linien fahren an diesem Tag nicht oder nur eingeschränkt. Dieser Streik gehört zum kommunalen Nahverkehr und steht organisatorisch und tariflich nicht in Zusammenhang mit der Tarifrunde der Länder.
Für die Bevölkerung verschwimmen diese Unterschiede jedoch. Wer den ÖPNV nutzt, erlebt bereits zum Wochenbeginn Einschränkungen. Dass kurz darauf weitere Streiks folgen, verstärkt das Gefühl einer angespannten Lage, auch wenn die Ursachen unterschiedlich sind.
Ab Mittwoch, 4. Februar 2026, richtet sich der Warnstreik gegen Einrichtungen, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen. Dazu zählen in Münster Hochschulen, Teile der Landesverwaltung, die Justiz sowie das Universitätsklinikum. In den Kliniken gelten Notdienstregelungen, die eine medizinische Grundversorgung sicherstellen sollen, Einschränkungen im Ablauf sind dennoch möglich.
Kommunale Einrichtungen der Stadt Münster sind von diesem Streik nicht betroffen. Der Fokus liegt klar auf Landesstrukturen, die in Münster eine zentrale Rolle spielen und entsprechend viele Menschen betreffen.
Hintergrund der erneuten Warnstreiks ist der bisherige Verlauf der Tarifverhandlungen. Nach zwei Gesprächsrunden liegt aus Sicht der Gewerkschaft weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor, die durch die Tarifgemeinschaft deutscher Länder vertreten werden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mitte Februar angesetzt.
Mit der Ausweitung der Warnstreiks will ver.di den Druck kurz vor diesem Termin erhöhen. Dass nun mehrere Bereiche gleichzeitig einbezogen werden, gilt als bewusstes Signal, dass die bisherigen Gespräche aus Sicht der Beschäftigten nicht ausreichen.
Münster ist als Hochschulstandort, Verwaltungsstandort und mit einem großen Universitätsklinikum stark von funktionierenden öffentlichen Strukturen abhängig. Wenn erst einzelne Bereiche streiken, dann der Nahverkehr ausfällt und anschließend weitere Landesstellen betroffen sind, wirkt sich das unmittelbar auf den Alltag in der Stadt aus.
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