
Münster. Der Glasfaserausbau im Stadtteil Mauritz-Ost in Münster verzögert sich deutlich. Während die Stadtwerke Münster ihre Arbeiten dort nahezu abgeschlossen haben, rechnet der Netzanbieter Westconnect erst Ende 2026 mit dem vollständigen Abschluss. Das geht aus einer aktuellen Stellungnahme der Stadtverwaltung hervor, die im Rahmen einer Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Ost veröffentlicht wurde.
In Mauritz-Ost wird der Glasfaserausbau parallel von zwei Unternehmen umgesetzt. Nach Angaben der Stadt Münster sind die Stadtwerke Münster in ihrem Ausbaugebiet bereits weitgehend fertig. Anders stellt sich die Lage beim zweiten Anbieter Westconnect dar. Dort kommt es seit längerer Zeit zu Verzögerungen, die nach Darstellung der Verwaltung mehrere Ursachen haben.
Ein zentrales Problem sind zahlreiche Kampfmittelverdachtspunkte im Ausbaugebiet. Diese erschweren die Tiefbauarbeiten erheblich und führen dazu, dass einzelne Abschnitte erst nach aufwendigen Prüfungen freigegeben werden können. Hinzu kamen zu Beginn der Maßnahme Mängel bei der Ausführung der Tiefbauarbeiten. Das zuständige Amt für Mobilität und Tiefbau beanstandete die Arbeiten, woraufhin Westconnect das beauftragte Tiefbauunternehmen austauschen musste. Dadurch kam es zu weiteren zeitlichen Verschiebungen, wie die Stadt Münster mitteilt.
Westconnect verweist zudem auf äußere Faktoren, die den Ausbau verzögert haben. So konnten die Arbeiten Anfang Dezember 2025 zwar witterungsbedingt noch fortgesetzt werden, mussten aber ab Mitte Dezember wegen der betriebsbedingten Urlaubsphase eines Nachunternehmers unterbrochen werden. Anschließend führten Frost und winterliche Bodenverhältnisse dazu, dass Tiefbauarbeiten nur eingeschränkt möglich waren.
Erst am 20. Januar 2026 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Aktuell sind zwei Bauunternehmen parallel im Einsatz, die das Gebiet westlich und östlich der Bundesstraße 51 bearbeiten. Der westliche Teil gilt nach Angaben von Westconnect größtenteils als erschlossen. Dort sind bereits erste Glasfaseranschlüsse aktiv und nutzbar. Der Abschluss dieses Abschnitts ist für Ende März 2026 vorgesehen. Im östlichen Teil von Mauritz-Ost sollen die Arbeiten hingegen erst im Dezember 2026 abgeschlossen werden.
Auslöser der aktuellen Stellungnahme war eine Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Ost. Die Fraktion hatte auf Beschwerden aus der Bürgerschaft reagiert und auf einzelne Straßenzüge hingewiesen, in denen die Bauarbeiten offenbar länger ruhten. Genannt wurde unter anderem der Peter-Rosegger-Weg, wo Anwohnende einen Baustopp befürchteten.
Nach Darstellung von Westconnect habe es jedoch keinen Baustopp gegeben. Die Unterbrechungen seien ausschließlich auf Wetterbedingungen und die Urlaubszeit zurückzuführen. Grundsätzlich würden weiterhin ganze Straßenzüge am Stück ausgebaut. Eine vollständige Glasfasererschließung aller Adressen sei geplant, sofern die Zustimmung der Grundstückseigentümer vorliege und keine sicherheitsrelevanten Einschränkungen, etwa durch Kampfmittelverdacht oder Auflagen der Feuerwehr, entgegenstünden. Aktuell sei kein Bereich dauerhaft vom Ausbau ausgeschlossen, so die Verwaltung.
Positiv bewertet die Stadt Münster die Zusammenarbeit der beiden Netzanbieter. Stadtwerke Münster und Westconnect haben eine Kooperation vereinbart, die es auch Haushalten im Westconnect-Ausbaugebiet ermöglicht, Verträge bei den Stadtwerken abzuschließen. Die Stadt sieht darin einen Vorteil für die Bürgerinnen und Bürger und verweist auf das sogenannte Open-Access-Modell, das mehr Wahlfreiheit beim Internetanbieter schaffen soll.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu