Per Knopfdruck zum Ticketberater: Westfalen-Lippe rüstet Automaten auf

Eine Analyse des umstrittenen Beschlusses des Stadtrats von Münster, Strafverfolgung bei Schwarzfahren auszusetzen, und dessen mögliche Auswirkungen auf die Sicherheit und gesellschaftliche Ordnung. Das Deutschlandticket 2024 und 2025 ist ein unverzichtbarer Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland. Doch die Zukunft ab 2026 bleibt ungewiss. Politik und Verkehrsunternehmen stehen vor der Herausforderung, eine langfristige Finanzierung sicherzustellen, um dieses Erfolgsmodell fortzuführen
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Fahrgäste in Westfalen-Lippe sollen künftig an allen Fahrkartenautomaten persönliche Hilfe erhalten – per Video. Möglich macht das der sogenannte „Persönliche Informations-Assistent“ (PIA), der Beratung per Knopfdruck bietet. Nach Angaben des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe wäre eine solche flächendeckende Ausstattung bundesweit bislang einmalig, insbesondere dort, wo klassische Fahrkartenschalter längst weggefallen sind.

Neuer Betreiber für Ticketvertrieb

Grundlage für die Umstellung ist eine Neuausschreibung des Ticketvertriebs im NWL-Gebiet. Den Zuschlag erhielt die DB Vertrieb GmbH. Der neue Vertrag startet im Dezember 2026 und läuft acht Jahre bis Ende 2034. Neben dem Betrieb von Automaten und verbliebenen Schaltern gehört auch die Einführung der Videoberatung zum Leistungspaket.

Was PIA im Alltag bedeutet

PIA ist kein Ersatz für den Ticketautomaten, sondern eine Erweiterung: Über einen zusätzlichen Bildschirm mit Kamera und Mikrofon können sich Fahrgäste live beraten lassen – etwa bei Tariffragen oder bei der Auswahl des richtigen Tickets. Der Automat bleibt auch ohne Nutzung der Videofunktion voll nutzbar. Zwar gibt es Video-Beratung an einzelnen Standorten in Westfalen-Lippe bereits seit einigen Jahren, neu ist jedoch die durchgängige Ausstattung aller Automaten im NWL-Gebiet.

Digitale Angebote sollen parallel wachsen

Mit dem neuen Vertriebskonzept will der NWL zugleich digitale Wege stärken. Dazu zählen Kampagnen für die Mobilitäts-App westfalen.mobil sowie für den landesweiten eTarif eezy.nrw. An den verbleibenden Schaltern sollen Mitarbeitende außerdem beim sogenannten digitalen Onboarding helfen, damit auch weniger digitalaffine Fahrgäste Apps und neue Angebote sicher nutzen können.

Ziel: besserer Zugang für alle Fahrgäste

Das Zielbild des NWL ist klar: verlässlicher Zugang zu Tickets und Informationen, unabhängig davon, ob Fahrgäste lieber analog oder digital unterwegs sind. Die Videoberatung soll Beratungslücken schließen, die durch den Rückgang klassischer Schalter entstanden sind, und zugleich den Übergang zu digitalen Angeboten begleiten.

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