
Sauberkeit im Haushalt gehört für viele Menschen zum Alltag. Dennoch gibt es kaum ein Thema, bei dem so viel Unsicherheit herrscht wie beim Waschen von Bettwäsche und Handtüchern. Während manche Textilien routiniert jede Woche in der Maschine landen, werden andere deutlich länger genutzt. Was davon ist sinnvoll, was übertrieben – und wo beginnt tatsächlich ein hygienisches Problem?
Fachleute sind sich einig: Es braucht keine überzogenen Regeln, aber klare Richtwerte helfen dabei, ein gesundes Maß zu finden.
Während des Schlafs verliert der menschliche Körper Schweiß, Hautschuppen und Körperfett. Hinzu kommen Staubpartikel, Pollen und je nach Lebensumfeld auch Tierhaare oder Keime. All diese Rückstände lagern sich in der Bettwäsche ab – oft unbemerkt.
Als sinnvoll gilt ein Wechsel der Bettwäsche alle sieben bis vierzehn Tage. Dieser Zeitraum deckt den Bedarf der meisten Haushalte gut ab. Wer stark schwitzt, in warmen Räumen schläft oder Haustiere mit im Bett hat, sollte eher zum wöchentlichen Wechsel greifen.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Kissenbezug. Durch den direkten Kontakt mit Gesicht und Haaren wird er schneller belastet als Decken- oder Lakenbezüge. Viele Menschen wechseln den Kissenbezug deshalb häufiger, ohne gleich das komplette Bett neu zu beziehen.
Handtücher wirken sauber, weil sie meist nach dem Duschen oder Händewaschen benutzt werden. Tatsächlich sind sie jedoch häufig dauerhaft feucht und bieten damit ideale Bedingungen für Bakterien. Vor allem in Badezimmern mit wenig Luftzirkulation trocknen Handtücher oft nur langsam.
Empfohlen wird, Handtücher nach drei bis vier Anwendungen oder spätestens nach einer Woche zu waschen. Entscheidend ist weniger der genaue Zeitpunkt als der Zustand des Handtuchs. Riecht es muffig oder bleibt es lange feucht, sollte es unabhängig vom letzten Waschen ausgetauscht werden.
In Mehrpersonenhaushalten oder nach einer Erkrankung ist ein kürzerer Waschzyklus sinnvoll, um Keime nicht weiter zu verbreiten.
Waschlappen kommen direkt mit empfindlicher Haut in Kontakt und bleiben häufig lange feucht. Hier empfiehlt sich ein täglicher Wechsel oder zumindest das Waschen nach ein bis zwei Anwendungen.
Handtücher zum Händetrocknen, vor allem in Gäste-WCs, sollten alle zwei bis drei Tage gewechselt werden. Bei starker Nutzung auch häufiger.
Küchentücher zählen zu den hygienisch sensibelsten Textilien im Haushalt. Sie kommen mit Feuchtigkeit, Lebensmitteln und Oberflächen in Berührung. Ein täglicher Wechsel ist empfehlenswert, spätestens jedoch nach zwei Tagen.
Bettwäsche und Handtücher werden häufig bei 60 Grad gewaschen, was aus hygienischer Sicht sinnvoll ist, sofern das Material dafür geeignet ist. Niedrigere Temperaturen können ausreichen, wenn regelmäßig gewechselt und ein gutes Waschmittel verwendet wird.
Muffiger Geruch entsteht oft nicht durch mangelnde Sauberkeit, sondern durch unvollständiges Trocknen oder Ablagerungen in der Waschmaschine. In solchen Fällen helfen höhere Temperaturen, regelmäßige Maschinenreinigung und ausreichend Zeit zum vollständigen Trocknen der Textilien.
Weichspüler sind optional. Sie sorgen zwar für ein weiches Gefühl, können jedoch die Saugfähigkeit von Handtüchern reduzieren.
Nicht jede Bettwäsche muss zwangsläufig jede Woche gewechselt werden, und niemand muss täglich alle Handtücher austauschen. Entscheidend ist ein bewusster Umgang mit Feuchtigkeit, Geruch und Nutzungshäufigkeit.
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