
Münster. Nach mehreren Monaten mit Einschränkungen ist eine zentrale Verkehrskreuzung im Osten Münsters wieder vollständig befahrbar. Die Freigabe der Kreuzung Wolbecker Straße, Hohenzollernring und Hansaring bringt vor allem für Pendlerinnen und Pendler spürbare Entlastung – und ist zugleich ein wichtiger Baustein für die nächsten Bauphasen rund um den Hansaring.
Seit Mitte Oktober war die Kreuzung durch Bauarbeiten stark eingeschränkt. Zeitweise stand Autofahrern nur eine Fahrspur zur Verfügung, das Linksabbiegen von der Wolbecker Straße in den Hansaring war nicht möglich. Diese Einschränkungen sind nun vollständig aufgehoben. Der Verkehr kann wieder in alle Richtungen fließen, inklusive der wichtigen Linksabbiegerspur aus Richtung Wolbeck.
Die vollständige Freigabe wurde möglich, weil zwei parallel laufende Maßnahmen abgeschlossen sind. Zum einen endete eine private Hochbaumaßnahme im direkten Kreuzungsbereich. Zum anderen wurden dort Arbeiten am Fernwärmenetz fertiggestellt. Erst das Zusammenspiel beider Bauabschlüsse erlaubte es, den Knotenpunkt wieder komplett für den Verkehr zu öffnen.
Die Öffnung der Kreuzung hat auch strategische Bedeutung für die kommenden Monate. In absehbarer Zeit starten weitere umfangreiche Arbeiten am Hansaring. Während dieser Phase soll ein Teil des Verkehrs über die Wolbecker Straße umgeleitet werden. Ohne die jetzt erfolgte Freigabe wäre diese Verkehrsführung kaum umsetzbar gewesen.
Nach aktuellem Stand soll der Baustart am Hansaring in einigen Wochen erfolgen. Ein genauer Termin wird noch abgestimmt. Fest steht jedoch, dass vor Rosenmontag am 16. Februar 2026 keine neuen Sperrungen beginnen sollen – eine gängige Praxis, um die Innenstadt während der Karnevalstage nicht zusätzlich zu belasten.
Die anstehenden Arbeiten am Hansaring sind Teil eines größeren Projekts zum Ausbau des Fernwärmenetzes in Münster. Laut Stadtnetze Münster handelt es sich um einen sogenannten Lückenschluss zwischen Soester Straße und Bremer Straße. Dieser Abschnitt soll voraussichtlich bis Ende 2027 bearbeitet werden.
Während der Bauzeit wird der Hansaring in diesem Bereich als Einbahnstraße in Richtung Hafenstraße geführt. Der Verkehr in Richtung Hafenmarkt und angrenzender Viertel wird großräumig umgeleitet, unter anderem über den Albersloher Weg, die B51 und die Wolbecker Straße.
Die lange Bauzeit hat technische Gründe. In Projektunterlagen wird unter anderem auf den großen Durchmesser der Fernwärmeleitungen von rund einem Meter verwiesen. Hinzu kommen eine tiefe Verlegung, aufwendige Grundwasserhaltungen sowie ein enges Zeitfenster für die Einbindung in das bestehende Netz. Diese Faktoren machen eine zügige Abwicklung unmöglich.
Nicht nur Autofahrer sind von den Maßnahmen betroffen. Auch der öffentliche Nahverkehr rund um den Hansaring muss angepasst werden. Die Stadtwerke Münster kündigen bereits jetzt längerfristige Änderungen bei Linienführungen und Haltestellen an. Ersatzhaltestellen oder vorgezogene Stopps sollen den Betrieb bis zum Abschluss der Arbeiten Ende 2027 sicherstellen.
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