Erneute Warnstreiks am Dienstag: Diese Einrichtungen sind in Münster betroffen

Warnstreik an den NRW-Unikliniken: Auch das Universitätsklinikum Münster ist betroffen. ver.di kritisiert niedrigere Bezahlung und kündigt Einschränkungen im Betrieb an.
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster. In Münster kommt es erneut zu einem Warnstreik im öffentlichen Dienst der Länder. Für Dienstag, 10. Februar 2026, hat die Gewerkschaft ver.di wieder zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Betroffen sind zentrale Einrichtungen wie Hochschulen, das Universitätsklinikum und die Bezirksregierung. Hintergrund ist der weiterhin festgefahrene Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Tarifrunde ohne Durchbruch – ver.di erhöht erneut den Druck

Der Warnstreik ist bereits die nächste Eskalationsstufe in der laufenden TV-L-Tarifrunde 2025/26. Auch nach zwei Verhandlungsrunden gibt es aus Sicht der Gewerkschaften noch kein belastbares Angebot der Arbeitgeber. In Nordrhein-Westfalen fordert ver.di weiterhin sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Mit den erneuten Aktionen soll kurz vor der nächsten Gesprächsrunde zusätzlicher Druck aufgebaut werden, die ab dem 11. Februar in Potsdam fortgesetzt wird.

Wieder zentrale Kundgebung – Streikende fahren nach Düsseldorf

Wie bereits bei früheren Aktionen ist auch diesmal eine zentrale landesweite Kundgebung geplant. Am Dienstag ruft ver.di gemeinsam mit anderen Gewerkschaften zu einer Großdemonstration in Düsseldorf auf. Auftakt ist gegen 10 Uhr auf den Rheinwiesen, anschließend zieht der Demonstrationszug in Richtung Landtag. Zahlreiche Streikende aus Münster werden dafür anreisen, was die Auswirkungen in der Stadt zusätzlich verstärkt.

Universitätsklinikum Münster erneut mit Einschränkungen

Am Universitätsklinikum Münster ist für Dienstag erneut ein ganztägiger Warnstreik angekündigt. Dieser reicht vom frühesten Frühdienst bis zum spätesten Nachtdienst. Das Klinikum rechnet damit, dass auf einzelnen Stationen Betten reduziert und vereinzelt OP-Säle geschlossen werden müssen. Die Versorgung von Notfällen und Akutfällen soll jedoch weiterhin über eine Notdienstvereinbarung sichergestellt werden.

Auch Hochschulen wieder vom Warnstreik betroffen

Zum wiederholten Mal sind auch die Hochschulen in Münster Teil des Arbeitskampfs. Dazu zählen die Universität Münster sowie die FH Münster. Streiken dürfen ausschließlich TV-L-Beschäftigte, etwa in Verwaltung, Technik oder Service. Beamtinnen und Beamte beteiligen sich nicht. Welche Bereiche konkret eingeschränkt arbeiten, hängt vom Umfang der Beteiligung ab.

Bezirksregierung Münster erneut eingeschränkt erreichbar

Auch bei der Bezirksregierung Münster ist der Warnstreik erneut zu spüren. Die Behörde ist auf mehrere Standorte im Stadtgebiet verteilt, darunter am Domplatz, an der Albrecht-Thaer-Straße, an der Joseph-König-Straße und am Nevinghoff. Je nach Beteiligung kann es zu Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anträgen, eingeschränktem Publikumsverkehr oder längeren Wartezeiten am Telefon kommen.

Wiederkehrende Warnstreiks – weitere Aktionen nicht ausgeschlossen

Der Warnstreik am Dienstag ist zunächst auf einen Tag begrenzt. Sollte es in den anstehenden Tarifverhandlungen jedoch erneut zu keinem Durchbruch kommen, sind weitere Aktionen möglich. Für Bürgerinnen und Bürger in Münster bedeutet das: Auch in den kommenden Wochen könnten Warnstreiks den Alltag im öffentlichen Dienst erneut beeinträchtigen.

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