
Münster. Illegale Müllentsorgung in Münster Südost beschäftigt erneut die Politik. Nach Angaben der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Südost häufen sich vor allem in Wolbeck, Angelmodde und Lütkenbeck wilde Ablagerungen von Hausrat und Verpackungsmüll. Die Fraktion fordert deshalb ein koordiniertes Maßnahmenpaket von Ordnungsamt und Abfallwirtschaftsbetrieben Münster.
Wie aus einem Antrag an die Bezirksvertretung hervorgeht, sollen Verwaltung und kommunale Dienste gezielt gegen die zunehmenden Müllkippen vorgehen. Neben verstärkten Kontrollen stehen auch bauliche Veränderungen und eine Informationskampagne zur Diskussion.
Im Mittelpunkt des Vorstoßes stehen konkrete Brennpunkte im Stadtbezirk. Besonders häufig würden laut SPD Müllablagerungen im Bereich Dorf-Heide-Weg in Wolbeck festgestellt. Auch der Fitzmauriceweg in Lütkenbeck sowie die Waldsiedlung in Angelmodde gelten demnach als wiederkehrende Problemorte. Dort würden regelmäßig Verpackungen, Möbelstücke oder Elektrogeräte abgeladen.
Die Fraktion regt an, dass der Kommunale Ordnungsdienst und die sogenannten Mülldetektive der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster diese Bereiche intensiver kontrollieren. Ziel sei es, mögliche Verursacher schneller zu ermitteln und abschreckend zu wirken. Zudem soll geprüft werden, ob bessere Beleuchtung oder bauliche Hindernisse wie Poller das nächtliche Befahren von Wirtschaftswegen erschweren können. Auch größere Abfallbehälter könnten dazu beitragen, achtlos entsorgten Müll zu reduzieren.
Nach Einschätzung der SPD reichen die bisherigen Reinigungsintervalle nicht aus, um die Situation nachhaltig zu verbessern. Die zunehmende Vermüllung führe nicht nur zu einem ungepflegten Erscheinungsbild der Wohngebiete, sondern verursache auch erhebliche Kosten für die Allgemeinheit.
Neben repressiven Maßnahmen setzt der Antrag auch auf Aufklärung. Anwohnerinnen und Anwohner in besonders betroffenen Quartieren sollen gezielt über kostenlose Entsorgungsangebote informiert werden. Dazu zählen etwa die Sperrgutabfuhr oder die Nutzung der Recyclinghöfe. Nach Darstellung der SPD sei vielen Bürgern offenbar nicht ausreichend bekannt, welche Möglichkeiten zur legalen Abfallentsorgung bestehen.
Zudem soll der digitale Mängelmelder der Stadt Münster stärker in den Fokus rücken. Der entsprechende Link solle auf der städtischen Internetseite prominenter platziert und auch über soziale Medien beworben werden. Dadurch könnten Hinweise auf illegale Ablagerungen schneller gemeldet und bearbeitet werden.
Die Verwaltung wird gebeten, der Bezirksvertretung Südost innerhalb von sechs Monaten Bericht zu erstatten. Dabei soll dargelegt werden, wie sich die Zahl der Müllfunde entwickelt und ob die ergriffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Mit dem Vorstoß reagiert die SPD nach eigener Darstellung auf eine spürbare Zunahme illegaler Müllentsorgung im Stadtbezirk.
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