Kleiner Schaden, große Rechnung: ADAC zeigt Kostenexplosion bei Parkremplern

Eine ADAC-Analyse zeigt: Selbst kleine Parkrempler kosten immer mehr. Warum moderne Technik Reparaturen verteuert – und wie man sparen kann.
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster/München. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit auf dem Parkplatz – und schon ist es passiert. Was früher oft als Bagatellschaden galt, entwickelt sich heute immer häufiger zur teuren Angelegenheit. Eine aktuelle Auswertung des ADAC zeigt, dass selbst kleine Parkrempler inzwischen Reparaturkosten im vierstelligen Bereich verursachen können.

ADAC untersucht typische Alltagsschäden

Im Mittelpunkt der Analyse standen laut ADAC drei besonders häufige Schadensbilder: ein Parkrempler an der Front, ein vergleichbarer Schaden am Heck sowie der Austausch einer Windschutzscheibe. Diese Fälle treten im Alltag regelmäßig auf – und zeigen laut Automobilclub deutlich, wie stark die Reparaturkosten in den vergangenen Jahren gestiegen sind.

Der Grund liegt vor allem in der technischen Ausstattung moderner Fahrzeuge. Stoßfänger enthalten heute Sensoren für Einparkhilfen und Assistenzsysteme. Hinter der Windschutzscheibe sitzen Kameras, die nach einem Austausch neu kalibriert werden müssen. Auch Scheinwerfer mit LED- oder Matrixtechnik treiben die Kosten deutlich nach oben.

Warum selbst kleine Schäden teuer werden

Nach Darstellung des ADAC werden viele Bauteile nicht mehr instand gesetzt, sondern komplett ersetzt. Was äußerlich wie eine kleine Delle wirkt, kann daher umfangreiche Austausch- und Kalibrierarbeiten nach sich ziehen. Gerade bei Front- oder Heckschäden summieren sich Material- und Arbeitskosten schnell.

Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Folgen. Steigende durchschnittliche Schadenssummen wirken sich langfristig auch auf die Kalkulation der Versicherer aus – und damit auf die Beiträge der Autofahrer.

Wo sich dennoch sparen lässt

Die ADAC-Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass jeder Parkrempler automatisch eine hohe Rechnung nach sich zieht. Bei klassischen Dellen an Türen oder Kotflügeln ist häufig nur das Blech verformt, während der Lack unbeschädigt bleibt. In solchen Fällen kann eine lackschadenfreie Ausbeultechnik eine Alternative sein.

In Münster bietet unter anderem Consident diese Methode an. Dabei wird das Blech mit speziellen Werkzeugen in seine ursprüngliche Form zurückgeführt. Spachtel- und Lackierarbeiten entfallen, wodurch sich Zeit- und Kostenaufwand reduzieren können.

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Gian Considine von Consident erklärt: „In den meisten Fällen braucht es keine teuren Komplettreparaturen oder den Austausch ganzer Bauteile. Wenn lediglich das Blech betroffen ist, lässt sich der Schaden oft kostensparend und zugleich umweltfreundlich beheben.“ Durch den Verzicht auf neue Ersatzteile und Lackierarbeiten würden Ressourcen geschont und unnötiger Materialeinsatz vermieden.

Hightech-Fahrzeuge erfordern genaue Schadensanalyse

Entscheidend ist jedoch eine sorgfältige Prüfung. Sind Sensoren, Kunststoffstoßfänger, Scheinwerfer oder tragende Bauteile betroffen, stößt das Verfahren an Grenzen. In solchen Fällen bleibt es bei klassischen Reparaturmethoden – und entsprechend höheren Kosten.

Die ADAC-Auswertung macht deutlich, wie stark moderne Fahrzeugtechnik die Reparaturwelt verändert hat. Gleichzeitig zeigt sich: Nicht jeder Parkrempler muss zwangsläufig zur Kostenfalle werden. Eine genaue Analyse des Schadens kann darüber entscheiden, ob ein Austausch nötig ist – oder ob eine spezialisierte Reparatur ausreicht.

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