
Im Stadtteil Mauritz-Ost gibt es im Merschkamp einen konkreten Verdacht auf einen Blindgänger. Dort vermuten Fachleute in rund 7,5 Metern Tiefe einen nicht detonierten Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg.
Am Montag, dem 7. April 2025, ist ein erneuter Freilegungsversuch durch den Kampfmittelräumdienst geplant. Erst nach Abschluss dieser Maßnahme kann entschieden werden, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt und ob eine Entschärfung notwendig ist.
Bereits im Dezember 2024 sowie im Februar und Anfang April 2025 hatte es Versuche gegeben, den möglichen Sprengkörper freizulegen. Alle drei Versuche mussten jedoch abgebrochen werden, da an der betreffenden Stelle das Grundwasser zu hoch stand.
Um die Untersuchung nun endlich durchführen zu können, hat der zuständige Bauherr technische Maßnahmen zur Grundwasserabsenkung eingeleitet. Damit sollen sichere Arbeitsbedingungen für den Kampfmittelräumdienst geschaffen werden.
Sollte sich der Verdacht auf Blindgänger in Münster-Mauritz bestätigen, wären umfangreiche Schutzmaßnahmen erforderlich. Der Evakuierungsradius würde voraussichtlich 250 Meter betragen.
Etwa 900 Anwohnerinnen und Anwohner müssten im Ernstfall ihre Wohnungen verlassen. Auch der Straßenverkehr wäre betroffen. Teile der Bundesstraße 51 sowie Abschnitte der Manfred-von-Richthofen-Straße würden für die Dauer der Entschärfung gesperrt.
Für evakuierte Personen steht im Fall einer Entschärfung eine Notbetreuung zur Verfügung. Diese wird im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland eingerichtet, konkret im Raum „Neo“ am Albersloher Weg 32.
Die Stadt Münster wird dort medizinische Versorgung sowie barrierefreie Betreuungsangebote bereitstellen.
Alle wichtigen Informationen rund um den Verdacht auf Blindgänger in Münster-Mauritz werden laufend aktualisiert. Bürgerinnen und Bürger erhalten Hinweise über lokale Medien, die städtische Website unter www.muenster.de sowie die offiziellen Social-Media-Kanäle.
Zusätzlich informiert die Warn-App „NINA“ über mögliche Evakuierungen oder Sperrungen.