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Nachhaltigkeitsbericht: Stadtwerke Münster legen 2025 freiwillig erste Bilanz vor

Die Stadtwerke Münster veröffentlichen 2025 erstmals freiwillig einen Nachhaltigkeitsbericht – als Vorbereitung auf kommende EU-Vorgaben.
Foto: Markus Distelrath

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Die Stadtwerke Münster planen für das Jahr 2025 die Veröffentlichung eines freiwilligen Nachhaltigkeitsberichts. Hintergrund ist die erwartete Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) auf EU-Ebene, die eine erweiterte Berichtspflicht für Unternehmen vorsieht. Obwohl diese Vorgaben nach aktuellem Stand möglicherweise erst ab 2028 gelten könnten, bereitet sich das kommunale Unternehmen frühzeitig darauf vor.

EU-Vorgaben im Blick – Bericht soll Transparenz schaffen

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht Stadtwerke Münster will das Unternehmen zentrale Themen wie Umweltverantwortung, soziale Standards und wirtschaftliches Handeln strukturiert darstellen. Ziel sei es, Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und den sogenannten Stakeholdern herzustellen – also gegenüber allen, die direkt oder indirekt vom unternehmerischen Handeln betroffen sind. Der Bericht soll außerdem Marktchancen und Entwicklungspotenziale aufzeigen, so das Unternehmen.

Interne Strukturen für Berichtspflicht vorbereitet

In den vergangenen zwei Jahren haben die Stadtwerke Münster laut eigenen Angaben ein eigenes Nachhaltigkeitsteam aufgebaut. Dieses habe relevante Datenpunkte definiert und erste Prozesse zur systematischen Erfassung etabliert. Die freiwillige Berichterstattung 2025 ist demnach auch als interner Testlauf zu verstehen – mit Blick auf die in den kommenden Jahren verbindlich werdenden EU-Vorgaben.

Nachhaltigkeitsziele bis 2030 benannt

Unabhängig von der Berichterstattung verfolgen die Stadtwerke Münster nach eigenen Aussagen bereits konkrete Ziele. Bis zum Jahr 2030 sollen die Erzeugungskapazitäten für Windstrom um 280 GWh und für Solarstrom um 100 GWh steigen. Zudem plant das Unternehmen, mindestens 30 Prozent der Fernwärme aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Die Stadtwerke sind außerdem Mitglied in der Klimaschutzinitiative der ASEW, einem Netzwerk kommunaler Versorgungsbetriebe.

Geschäftsführung betont langfristige Perspektive

In einer Mitteilung bezeichnete Geschäftsführer Sebastian Jurczyk die Nachhaltigkeitsberichterstattung als zukunftsorientierten Schritt. Man sehe darin keine zusätzliche Bürokratie, sondern eine Gelegenheit zur strategischen Weiterentwicklung. Die Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts Stadtwerke Münster sei deshalb bewusst vorgezogen worden.

Bericht erscheint vor Einführung der Berichtspflicht

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht Stadtwerke Münster reiht sich das Unternehmen in eine wachsende Gruppe von Versorgern ein, die bereits vor Inkrafttreten der gesetzlichen Pflichten freiwillig Bilanz ziehen. Ob sich daraus tatsächliche Wettbewerbsvorteile oder strukturelle Veränderungen ergeben, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen.

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