
Münster. Das multikulturelle Restaurant an der Wolbecker Straße 64 serviert am Samstag, 2. August 2025, zum letzten Mal. Nach acht Jahren zieht das Team einen geordneten Schlussstrich – und erklärt offen, warum es soweit kommen musste. Doch der Standort bleibt nicht lange leer.
Seit 2017 war das Restaurant an der östlichen Innenstadt ein beliebter Anlaufpunkt für Menschen, die mehr als klassische Nationalküche suchten. Stattdessen setzte das Konzept auf internationale Fusion – inspiriert von kulinarischen Einflüssen aus verschiedenen Ländern, kreativ zusammengeführt in entspannter Atmosphäre. Genau das machte das Lokal zu einem Treffpunkt, an dem Essen, Begegnung und Austausch miteinander verschmolzen.
Die Betreiber verfolgten dabei keine kommerzielle Linie im herkömmlichen Sinn. Vielmehr stand die Idee im Mittelpunkt, mit Essen Menschen zu verbinden – unabhängig von Herkunft oder Gewohnheiten. Damit war das Lokal nicht nur gastronomisch, sondern auch gesellschaftlich ein Projekt mit Haltung.
Die Entscheidung zur Schließung sei den Verantwortlichen nicht leicht gefallen, wie aus der offiziellen Erklärung hervorgeht. Ein einzelner Auslöser sei nicht verantwortlich gewesen. Vielmehr sei es eine Summe von Entwicklungen gewesen, die den Betrieb wirtschaftlich zunehmend belastet hätten. In den letzten Jahren sei die Situation „immer schwieriger und zuletzt unmöglich“ geworden, so die Betreiber.
Man habe bewusst entschieden, sich zurückzuziehen, bevor es existenziell werde. „Bevor man richtig baden geht“, habe man den Schlussstrich gezogen – diese Formulierung steht sinnbildlich für einen Abschied mit Augenmaß, aber auch mit Bedauern.
Die gute Nachricht: Die Räumlichkeiten an der Wolbecker Straße 64 bleiben nicht leer. Ab September soll dort ein neuer, familiengeführter Gastronomiebetrieb eröffnen. Details zum Konzept wurden bislang nicht veröffentlicht. Ob das neue Team ebenfalls auf ein internationales Profil setzt oder einen ganz anderen Weg einschlägt, bleibt abzuwarten.
Klar ist aber: Die kulinarische Vielfalt der Straße bleibt erhalten. Das Umfeld rund um die Wolbecker Straße hat sich in den letzten Jahren zu einem dynamischen Gastronomie-Hotspot entwickelt – mit unterschiedlichsten Küchen, Stilen und Zielgruppen.
In ihrem Abschied wenden sich die Betreiber mit einem eindringlichen Appell an die Gäste und an die Stadtgesellschaft. Kleine gastronomische Betriebe seien weit mehr als Essensanbieter. Sie seien Treffpunkte, soziale Räume und Orte des Miteinanders – ähnlich wie Sportvereine oder Kultureinrichtungen.
Wer möchte, dass solche Orte weiterhin bestehen, müsse sie bewusst unterstützen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei das keine Selbstverständlichkeit. Doch Vielfalt im Stadtbild entstehe nicht von allein – sie brauche Menschen, die sie mittragen.
Auf Plattformen wie TripAdvisor ist das Restaurant inzwischen bereits als „dauerhaft geschlossen“ markiert. Damit bestätigen sich die Angaben der Betreiber durch unabhängige Quellen. Wer das besondere Konzept der Salam Kitchen noch einmal erleben möchte, hat nur noch wenige Tage Gelegenheit dazu – bis Samstagabend ist geöffnet.
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