
Münster. Die markante rote Fahrbahn auf der Ostseite des Hauptbahnhofs wird an diesem Wochenende (30./31. August 2025) saniert. Der Abschnitt zwischen Bremer Platz und Hansator ist deshalb voll gesperrt. Es kommt zu Beeinträchtigungen für Autofahrerinnen und Autofahrer – insbesondere beim Bringen und Abholen von Bahnreisenden.
Die rot eingefärbte Straße war erst 2022 im Rahmen der Hansator-Projektentwicklung gebaut worden. Sie liegt zwischen Hamburger Tunnel und Schillerstraße und verbindet zentrale Bereiche des Quartiers mit dem Hauptbahnhof.
Die Sanierung betrifft nun genau diesen Abschnitt. Die Gründe für die aktuelle Maßnahme sind bauliche Mängel, die laut einem begleitenden Ingenieurbüro im Rahmen einer Überprüfung festgestellt wurden. Die neue Fahrbahndecke soll robuster sein als die vorherige.
Die Bauarbeiten starteten bereits am Freitagmorgen (29. August). Zunächst wurde die bestehende Deckschicht entfernt. Am Samstag und, falls nötig, auch am Sonntag, wird die neue Asphaltdecke aufgebracht. Im Anschluss sind Markierungsarbeiten geplant.
Laut Angaben bleibt die neue Oberfläche rot eingefärbt, soll aber eine höhere Materialfestigkeit aufweisen als die bisherige. Der betroffene Abschnitt umfasst rund 200 Meter zwischen Hamburger Tunnel und Schillerstraße.
Die Sperrung trifft einen Bereich, der vor allem am Wochenende stark frequentiert ist. Viele Menschen nutzen die Ostseite des Hauptbahnhofs, um Reisende abzusetzen oder abzuholen. Aufgrund der aktuellen Baumaßnahme ist dies nur eingeschränkt möglich. Eine Ausweichmöglichkeit bietet die Westseite des Bahnhofs, erreichbar über den Berliner Platz.
Das Straßenstück gehört zur Infrastruktur des Hansator-Quartiers, das aus mehreren Gebäuden besteht und 2022 fertiggestellt wurde. Die Projektentwicklung lag bei der Landmarken AG, die das Quartier noch vor der Übergabe an die Stadt an ein anderes Unternehmen verkauft hatte. Die Straße wurde ursprünglich im Auftrag der Landmarken AG errichtet.
Die Erneuerung einer Fahrbahn nach nur drei Jahren ist in Münster ungewöhnlich – zumal in einem neu erschlossenen Quartier. Für Anwohnende, Reisende und Gewerbetreibende bedeutet die Maßnahme kurzfristige Einschränkungen. Langfristig soll der neue Belag jedoch für mehr Beständigkeit und ein einheitlicheres Erscheinungsbild sorgen.