
Vom 5. bis 11. Juli 2025 findet in Münster erneut das Wissenschaftsfestival „SchlauRaum – Münsters Wissenschaftsfestival 2025“ statt. In diesem Jahr steht alles unter dem Leitthema „Wieso? Weshalb? Gesund?“. Damit rückt die Veranstaltung die Bedeutung von Gesundheit in den Fokus – aus wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und individueller Perspektive.
Veranstaltet wird das Festival von der Stadt Münster gemeinsam mit der Universität Münster, der Fachhochschule Münster und dem Universitätsklinikum Münster (UKM). Gefördert wird das Projekt von der Sparkasse Münsterland Ost und der Allianz für Wissenschaft.
Alle Veranstaltungen im Rahmen des Festivals sind kostenlos. Für einige Programmpunkte ist jedoch eine vorherige Anmeldung über die Website erforderlich.
Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, 5. Juli, um 11 Uhr auf dem Stubengassenplatz statt. Dort wird ein temporärer Open-Air-Hörsaal mit Bühne, LED-Leinwand und Regenschutz eingerichtet. Erwartet werden unter anderem Oberbürgermeister Markus Lewe sowie Vertreter der Hochschulen. Der Platz dient während des gesamten Festivals als zentraler Veranstaltungsort.
Im Verlauf der Woche finden mehrere Thementage statt, die verschiedene Aspekte des Oberthemas Gesundheit behandeln. Am 7. Juli steht „Mobilität, Bewegung & Prävention“ im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte sind Ernährung, Digital Health, Körper und Psyche sowie Klima und Umwelt. Jeder Thementag bietet Vorträge, Aktionen und Mitmachformate, die den Besucherinnen und Besuchern wissenschaftliche Inhalte verständlich und interaktiv näherbringen sollen.
Ein künstlerischer Programmhöhepunkt ist die Inszenierung „Kipppunkt“ des Theaters Titanick, die sich mit der Klimakrise auseinandersetzt. Die Aufführungen finden vom 5. bis 7. Juli am Hafenplatz statt.
Am 6. Juli verwandelt sich der Prinzipalmarkt in eine Gesundheitszone: Um 12 Uhr beginnt dort Münsters größte Yoga-Stunde, gefolgt von der Aktion „Sport im Park“ ab 14 Uhr. Beide Angebote richten sich an Teilnehmende jeden Alters.
Auch am Aasee finden besondere Formate statt. Am 6. Juli gibt es dort sogenannte Tretbootlesungen mit Fachleuten wie Prof. Dr. Michael Friedrich vom UKM und Dr. Kornblum vom Gesundheitsamt. Vom 7. bis 11. Juli ist zudem der Solaaris-Wasserbus im Einsatz. Er bietet Bildungsfahrten zu Themen wie Trinkwasserqualität, psychischer Gesundheit oder Klimafolgen für die Stadtgesellschaft.
Im Innenhof des historischen Rathauses, am Platz des Westfälischen Friedens, wird die „Wissensbar“ eingerichtet. Ab dem 7. Juli finden dort Begegnungen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Kurzvorträge und Diskussionen statt.
Besonderes Augenmerk erhält die Ausstellung „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. Sie nutzt Video-Installationen, um neue Perspektiven auf Gesundheit zu eröffnen. Ergänzt wird das Angebot durch das begehbare Darmmodell der Felix Burda Stiftung, das auf humorvolle Weise über Darmgesundheit und Vorsorge informiert.
Neben den zentralen Plätzen der Innenstadt sind auch verschiedene Institutionen beteiligt. Im Archäologischen Museum steht „Medizin in der Antike“ im Fokus. Die Musikhochschule thematisiert die heilende Wirkung von Musik. Im Ostturm des UKM findet am 9. Juli eine Ausstellung zur Zukunft von Gesundheit und künstlicher Intelligenz statt – auf Ebene 21 mit Blick über Münster.
Inhalte des Festivals sind unter anderem Erste Hilfe, Pflege, digitale Medizin, 3D-Druck in der Gesundheitsversorgung, Stressbewältigung, Musiktherapie sowie ethische Fragen rund um Organspende, Lichttherapie und gesellschaftliche Verantwortung.
Bereits am 4. Juli – also einen Tag vor dem offiziellen Festivalbeginn – findet eine Sonderveranstaltung anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Universitätsmedizin Münster statt. Unter dem Motto „Uni-Medizin on the Road“ präsentiert sich das UKM in Berg Fidel mit einem Bühnenprogramm, Mitmachaktionen und medizinischen Simulationen. Dabei sollen Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die praktische Seite der modernen Medizin erhalten.
Oberbürgermeister Markus Lewe bezeichnet Gesundheit als ein zentrales Zukunftsthema für Münster. Wissenschaft müsse für die Gesellschaft verständlich und zugänglich werden, betont Prof. Dr. Johannes Wessels von der Universität Münster.
Carsten Schröder von der Fachhochschule Münster verweist auf die praxisnahe Forschung im Bereich Gesundheit. Und Prof. Dr. Friedrich vom UKM betont, dass medizinischer Fortschritt nur im Zusammenspiel von Forschung, Gesellschaft und Praxis gelingen kann. Für Dr. Anja Saxe von der Sparkasse Münsterland Ost ist das Festival ein gelungenes Beispiel für „Wissenschaft zum Anfassen“.