Kaum frei, schon wieder Baustelle: Firmen schlagen an Robert-Bosch-Straße Alarm

Die Baustelle Robert-Bosch-Straße sorgt erneut für Kritik: Firmen warnen vor jahrelangen Einschränkungen und fordern eine bessere Koordination.
Bild/Bildtext: Das CM-Projekt rob17 an der Robert-Bosch-Straße in Münster, wo das nächste Straßenbaustellendrama erwartet wird. Im Gebäude ganz rechts befindet sich im Erdgeschoss Bäckerei Café Krimphove.

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Münster. Noch ist die Robert-Bosch-Straße wegen der Fernwärme-Baustelle eingeschränkt, da zeichnet sich bereits die nächste lange Bauphase ab. Unternehmen vor Ort haben sich deshalb direkt an Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Stadtbaurat Robin Denstorff gewandt. CM Immobilien und die Bäckerei Krimphove kritisieren in einem Schreiben die aus ihrer Sicht unzureichende Abstimmung der Maßnahmen. Im kommenden Jahr sollen nach ihren Angaben umfangreiche Kanalbauarbeiten folgen.

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Unternehmen kritisieren lange Bauabfolge

Die aktuelle Baustelle Robert-Bosch-Straße gehört zum dritten und letzten Bauabschnitt für die Wärmeversorgung des neuen LVM-Preußenstadions. Die Arbeiten begannen am 7. Januar 2026. Seit dem 13. April ist die Straße auf Höhe der Bahngleise bei Hausnummer 7 für den Kfz-Verkehr vollständig gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich weiterhin passieren. Auch die Buslinie 17 ist betroffen. Sie wird nach aktuellem Stand bis voraussichtlich 26. November umgeleitet, die Haltestellen Robert-Bosch-Straße und Umgehungsstraße entfallen während dieser Zeit.

Nach Darstellung von CM Immobilien und Krimphove sollen anschließend Kanalbauarbeiten in zwei Abschnitten mit jeweils voraussichtlich neun Monaten Dauer folgen. In ihrem Schreiben heißt es: „In knapp drei Jahren wäre die Robert-Bosch-Straße über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren nicht durchgängig befahrbar.“

Bäckerei und Büromieter sehen Nachteile

CM Immobilien hat an der Straße große Teile des Büroparks rob17 entwickelt. Die Bäckerei Krimphove betreibt dort eine Filiale. Unterschrieben wurde das Schreiben unter anderem von CM-Geschäftsführer Michael Lüke sowie Georg und Christopher Krimphove.

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Die Unternehmen betonen, dass sie notwendige Infrastrukturmaßnahmen grundsätzlich nachvollziehen könnten. Problematisch sei aus ihrer Sicht jedoch die Abfolge. „Für die ansässigen Unternehmen ist das keine bloße Unannehmlichkeit“, schreiben sie. Besonders die Bäckerei sei auf eine gute Erreichbarkeit und Laufkundschaft angewiesen. Für die Büromieter erschwerten längere Sperrungen zudem die Anfahrt von Beschäftigten und Kunden.

Forderung nach neuer Prüfung der Kanalbauarbeiten

Die Unterzeichner bitten die Stadt deshalb, die Planung noch einmal zu überprüfen. Vorgeschlagen werden unter anderem kürzere Bauabschnitte, eine andere Reihenfolge und eine stärkere zeitliche Abstimmung verschiedener Arbeiten.

Am Ende des Schreibens heißt es: „Aus unserer Sicht kann es nicht das Ziel einer vernünftigen Baukoordination sein, eine Straße nach einer neunmonatigen Sperrung für kurze Zeit wieder freizugeben, um sie anschließend für weitere rund 18 Monate erneut erheblich einzuschränken.“

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