
Münster. Beim Rosenmontagszug in Münster setzt die Stadt auch 2026 auf besondere Schutz- und Servicebereiche. Entlang der Zugstrecke werden erneut eine familienfreundliche Zone sowie ein glasfreier Bereich eingerichtet. Ziel ist es, das Feiern für Kinder, Familien und alle Jecken sicherer und entspannter zu machen. Das teilte die Stadt Münster im Vorfeld des Rosenmontags mit.
Ein zentrales Element des Sicherheitskonzepts ist das ganztägige Glasverbot am Alten Steinweg. Es gilt am Rosenmontag im Bereich der Kreuzung Alter Steinweg, Asche und Julius-Voos-Gasse sowie in der Büchereigasse und am Alfred-Flechtheim-Platz. Auch die Fläche zwischen dem Kiffe-Pavillon und den angrenzenden Restaurants ist einbezogen. Für diesen Tag haben die Betreiber des privaten Areals ihr Hausrecht an die Stadt übertragen.
Hintergrund ist die Erfahrung aus den Vorjahren: Rund um die Stadtbücherei kommt es regelmäßig zu starkem Andrang, insbesondere durch viele junge Feiernde. Zersplitterte Flaschen oder Gläser stellen dabei ein erhebliches Verletzungsrisiko für Menschen und Tiere dar. Das Ordnungsamt kündigt daher an, das Mitführ- und Benutzungsverbot von Glasbehältern konsequent zu kontrollieren. Empfohlen wird, Getränke vorab in Plastikbehälter umzufüllen.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der familienfreundlichen Zone an der Engelenschanze. Der Abschnitt erstreckt sich zwischen der Bushaltestelle Engelenschanze und der Abzweigung zur Schorlemerstraße und ist gut sichtbar mit Bannern und Plakaten gekennzeichnet. Innerhalb dieses Bereichs sind alkoholische Getränke ebenso tabu wie Zigaretten, E-Zigaretten, Joints oder andere Rauchwaren.
Für Familien mit kleinen Kindern wurden zusätzliche Angebote geschaffen: Einige Bänke können als provisorische Wickelmöglichkeiten genutzt werden, zudem stehen in der Nähe der Bushaltestelle Toilettenhäuschen bereit. Der Rosenmontagszug wird diesen Bereich voraussichtlich gegen 14.30 Uhr passieren. Die teilnehmenden Karnevalsgruppen haben angekündigt, hier besonders viele Süßigkeiten für Kinder zu verteilen.
Auch jenseits der familienfreundlichen Zone ist die Stadt mit Hilfs- und Präventionsangeboten präsent. Die Alkoholpräventionskampagne Voll ist out ist am Rosenmontag mit mehreren Teams in der Innenstadt unterwegs. Gleichaltrige Jugendliche sprechen andere Feiernde an, werben für maßvollen Alkoholkonsum und helfen, wenn jemand Unterstützung benötigt.
Das zentrale „Voll ist out“-Zelt steht wie in den Vorjahren im Rathausinnenhof, direkt neben dem Zelt des Deutsches Rotes Kreuz. Dort können sich Jugendliche aufwärmen, etwas trinken oder Hilfe bekommen, wenn sie sich unwohl fühlen oder zu viel Alkohol konsumiert haben.
Ergänzend ist am Rosenmontag erneut ein städtisches Awareness-Team im Einsatz. Die Mitarbeitenden sind von 13 bis 21 Uhr im Straßenkarneval unterwegs und an pinken Westen mit der Aufschrift „Awareness“ erkennbar. Sie sind Ansprechpartner für Menschen, die sich unwohl fühlen oder Diskriminierung und Übergriffe erlebt haben.
Eine feste Anlaufstelle befindet sich im Stadthaus 1 neben dem Haupteingang und der Tourist-Information an der Heinrich-Brüning-Straße. Zusätzlich ist das Team telefonisch erreichbar. Das Projekt geht auf eine Initiative des Nachtbürgermeister-Tandems, des Amtes für Gleichstellung und des Ordnungsamtes zurück.
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