1. Mai in Münster: DGB ruft zu Demo gegen Sozialabbau und Rechtsruck auf

Antikriegstag 2025 in Münster: Gedenkfeier am 1.9. am Zwinger mit Reden, Musik und Kranzniederlegung. DGB ruft auf: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.
© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), DGB-Haus, Hans-Böckler-Platz 1, Köln -5222, Ausschnitt von © Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0

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Münster. Der Tag der Arbeit wird in Münster auch 2026 politisch: Der DGB ruft am 1. Mai zur Demonstration vom Hafenplatz in die Innenstadt auf. Im Mittelpunkt stehen Arbeitnehmerrechte, sichere Jobs, Rente, Sozialstaat und der Protest gegen den Rechtsruck. Die Kundgebung beginnt um 11.45 Uhr an der Stubengasse. Zuvor zieht der Demonstrationszug ab 11 Uhr vom Hafenplatz Richtung Innenstadt.

Demo am 1. Mai an der Stubengasse Münster

Die Mairede hält in diesem Jahr Björn Wißuwa, Regionalleiter der IG BAU Westfalen. Weitere Redebeiträge sind von Oberbürgermeister Tilman Fuchs, der DGB-Stadtverbandsvorsitzenden Pia Dilling und der Gewerkschaftsjugend angekündigt. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Duo „Cuppatea“. Außerdem sollen Gewerkschaften, Initiativen und Parteien mit Infoständen vertreten sein.

DGB stellt Arbeitnehmerrechte in den Mittelpunkt

Der DGB verbindet den Aufruf zum 1. Mai mit deutlicher Kritik an Debatten über Arbeitszeiten, Lohnfortzahlung und soziale Sicherung. Die Stadtverbandsvorsitzende Pia Dilling formuliert es zugespitzt: „Die Beschäftigten sind nicht das Problem – sie sind die Lösung!“ Aus Sicht des DGB gehe es darum, bestehende Rechte zu verteidigen und Jobsicherheit stärker in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen zu stellen.

Auch der DGB-Stadtverbandsvorstand Carsten Peters verweist auf sozialpolitische Fragen. Er kritisiert Forderungen nach Kürzungen im Sozialstaat und spricht sich für eine dauerhaft stabile gesetzliche Rente aus. Der DGB ordnet den 1. Mai damit nicht nur als gewerkschaftlichen Aktionstag, sondern auch als politische Demonstration gegen gesellschaftliche Spaltung ein.

Kulturabend „Brot und Rosen“ schon am 30. April

Bereits am Donnerstag, 30. April, findet in der B-Side eine Kulturveranstaltung zum 1. Mai statt. Unter dem Titel „Brot und Rosen“ präsentieren Musikerinnen und Musiker aus Münster und Umgebung Songs zu Frieden, Freiheit, Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Das Programm reicht von internationalen Protestliedern bis zu aktuellen politischen Songs. Veranstalter sind der KulturVerein Frauenstraße 24, der DGB Münster und B-Side Kultur e.V.

Gedenken an Zerschlagung der Gewerkschaften

Am Samstag, 2. Mai, folgt eine weitere Veranstaltung mit historischem Bezug. Um 17 Uhr findet die traditionelle Gedenkveranstaltung zur Zerschlagung der Gewerkschaften im Jahr 1933 statt. Ort ist der Bereich vor dem damaligen Gewerkschaftshaus an der Dammstraße/Ecke Friedrich-Ebert-Straße.

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