115.300 Euro für schwerkranke Kinder: Neue Hightech-Geräte im Clemenshospital

15.300 Euro für moderne Medizintechnik im Clemenshospital Münster: Neue Geräte stärken die Versorgung schwerkranker Kinder.
Foto: Michael Buehrke

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Münster. Das Clemenshospital Münster investiert in die Versorgung schwer neurologisch erkrankter Kinder und Jugendlicher. Dank einer Förderung in Höhe von 115.300 Euro konnten in der Kinderneurologischen Frührehabilitation moderne medizinische Geräte angeschafft werden. Möglich wurde dies durch eine Kooperation der Toni Kroos Stiftung mit BILD hilft e.V. Ein Herz für Kinder.

Einzigartige Kombination aus Intensivmedizin und Frührehabilitation

Die Einrichtung gilt als Besonderheit im Nordwesten Deutschlands, da sie Kinderintensivstation und kinderneurologische Frührehabilitation unter einem Dach vereint. Patientinnen und Patienten im Alter vom zweiten Lebensmonat bis zum 18. Lebensjahr werden hier behandelt, viele von ihnen kommen aus anderen Regionen Deutschlands nach Münster. Die räumliche Nähe zwischen Intensivstation und Frührehabilitation ermöglicht eine enge Verzahnung von Akutversorgung und früher therapeutischer Begleitung, wodurch Behandlungen schneller beginnen können und medizinische Abläufe effizienter gestaltet werden.

Moderne Technik für mehr Sicherheit und Therapieerfolg

Zu den Neuanschaffungen zählen moderne Beatmungs- und Reanimationseinheiten für Neugeborene, ein mobiles Langzeit-EEG-Gerät, ein spezieller Gehtrainer für die Frührehabilitation sowie eine Videobrille zur Reduzierung von Angst vor Operationen. Die neuen Beatmungssysteme kommen insbesondere bei Geburtskomplikationen mit Sauerstoffmangel zum Einsatz und erlauben eine sichere Erstversorgung auch in komplexen Situationen wie Mehrlingsgeburten. Das mobile Langzeit-EEG ermöglicht es jährlich rund 200 Kindern und Jugendlichen, epileptische Anfälle auch im häuslichen Umfeld überwachen zu lassen. In der Frührehabilitation unterstützt der Gehtrainer einen möglichst frühen Therapiebeginn, während die Videobrille im Operationsbereich dazu beiträgt, Stress zu reduzieren und den Einsatz von Beruhigungsmitteln zu verringern.

Interdisziplinäre Therapie mit langer Behandlungsdauer

Die Kinderneurologische Frührehabilitation arbeitet interdisziplinär und bindet unter anderem Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Neuropsychologie, Ernährungsberatung sowie Musiktherapie ein. Die durchschnittliche Behandlungsdauer liegt bei rund zwei Monaten, in Einzelfällen auch darüber. Ziel ist es, nach schweren neurologischen Schädigungen möglichst früh Fähigkeiten zurückzugewinnen oder neu zu erlernen und damit langfristige Einschränkungen zu minimieren.

Unterstützung für Familien: Das Pelikanhaus

Seit Dezember 2024 ergänzt das sogenannte Pelikanhaus das Versorgungsangebot am Standort. Es bietet zwölf Familienzimmer und dient Angehörigen als „Zuhause auf Zeit“, wenn Kinder über einen längeren Zeitraum stationär behandelt werden müssen. Die Nähe zum Krankenhaus erleichtert den Familien den Alltag in einer belastenden Lebensphase und stärkt die Einbindung der Eltern in den Therapieprozess.

Förderpartner mit bundesweiter Strahlkraft

Die Investition wurde durch das Zusammenwirken der Toni Kroos Stiftung und „Ein Herz für Kinder“ ermöglicht. Die Stiftung des ehemaligen Fußball-Nationalspielers engagiert sich seit Jahren für schwerkranke Kinder und ihre Familien. „Ein Herz für Kinder“ ist Träger des DZI-Spendensiegels und weist einen vergleichsweise niedrigen Anteil an Verwaltungs- und Werbekosten aus. Im Rahmen der TV-Gala 2024 wurde Toni Kroos für sein Engagement mit dem „Goldenen Herz“ ausgezeichnet.

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