
Greven/Münster. Mit Fahrrädern und sogar einem Kanu haben sich Sternsinger aus Greven an einer ungewöhnlichen Wette beteiligt. Insgesamt 24,8 Kilometer legten Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Pfarrei St. Martinus zurück. Trotz Regen und Wind wollten sie damit einen Beitrag leisten, damit Münsters Bischof Heiner Wilmer eine besondere Herausforderung verliert.
Die Tour führte die Teilnehmer quer durch Greven und die umliegenden Bauerschaften. Ausgangspunkt war die St.-Franziskus-Kirche in Reckenfeld. Von dort ging es über die Josefskirche, die St.-Martinus-Pfarrkirche und das Mariencarrée weiter zur St.-Wendelin-Kirche. Mehr als 20 Kilometer bewältigte die Gruppe mit dem Fahrrad, bevor für den letzten Abschnitt ein ungewöhnlicher Wechsel anstand.
Die elfjährige Jolina und ihre Mutter Simone Thelen stiegen in ein Kanu, um den goldenen Staffelstern über den Dortmund-Ems-Kanal Richtung Schmedehausen zu transportieren. Dort lag das Ziel an der Kirche Heilige Schutzengel. Gemeinsam mit Silke Schulze Beckendorf hatte Simone Thelen die Aktion organisiert. Auch kräftiger Wind und Regen konnten die Sternsinger in Greven nicht aufhalten.
Hinter der Aktion steckt eine Herausforderung von Bischof Heiner Wilmer. Er wettet darauf, dass die Sternsinger im Bistum Münster es nicht schaffen, ihren Staffelstern bis Heiligabend insgesamt 805 Kilometer durch das Bistum zu bewegen. Dabei sind ausschließlich Fortbewegungsmittel ohne elektrischen Antrieb erlaubt. Fahrräder, Kettcars und Kanus gehören damit zu den möglichen Transportmitteln.
Die Zahl 805 erinnert an das Jahr, in dem der heilige Liudger das Bistum Münster gründete. Mit ihren 24,8 Kilometern haben die Grevener Sternsinger bereits einen Beitrag zur Gesamtstrecke geleistet. Weitere Gruppen aus dem Bistum haben angekündigt, in den kommenden Wochen ebenfalls Kilometer zu sammeln.
Die Wette soll zugleich auf ein besonderes Ereignis aufmerksam machen: Am 29. Dezember 2026 wird die bundesweite Aktion Dreikönigssingen im St.-Paulus-Dom in Münster eröffnet. Bis Heiligabend haben die Sternsinger im Bistum Zeit, die geforderten 805 Kilometer zurückzulegen und damit die Wette gegen Bischof Wilmer zu gewinnen.
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