Abzocke bei Sommerhitze: Betrüger locken mit günstigen Klimageräten

Polizei Münster warnt vor Fakeshops, die günstige Klimageräte anbieten, nach der Bezahlung aber keine Ware liefern.
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Münster. Die hohe Nachfrage nach Klimaanlagen und Ventilatoren lockt derzeit auch Betrüger an. Die Polizei Münster warnt vor gefälschten Onlineshops, bei denen Kunden bezahlen, die bestellten Klimageräte aber nie erhalten.

Betrüger nutzen Lieferengpässe bei Klimaanlagen aus

Angesichts hoher Temperaturen sind Klimageräte und Ventilatoren vielerorts stark gefragt. Sowohl im stationären Handel als auch bei seriösen Onlinehändlern kann es deshalb zu Lieferengpässen kommen. Kriminelle nutzen diese Situation gezielt aus und erstellen sogenannte Fakeshops.

Auf den professionell wirkenden Internetseiten werden angeblich sofort lieferbare Klimaanlagen oder Ventilatoren angeboten. Besonders günstige Preise und ungewöhnlich kurze Lieferzeiten sollen Kaufinteressierte zu einer schnellen Bestellung bewegen. Nach der Bezahlung wird die versprochene Ware jedoch nicht geliefert. In Münster wurden zuletzt vermehrt entsprechende Betrugsfälle angezeigt.

Diese Anzeichen können auf einen Fakeshop hinweisen

Ein wichtiger Hinweis auf einen betrügerischen Onlineshop kann ein fehlendes oder gefälschtes Impressum sein. Teilweise verwenden die Täter die Daten tatsächlich existierender Unternehmen, um ihre Internetseiten seriös erscheinen zu lassen. Eine bekannte Firma kann dadurch scheinbar als Betreiber des Shops auftreten, obwohl sie mit dem Angebot nichts zu tun hat.

Misstrauisch sollten Käufer auch werden, wenn das Geld auf ein ausländisches Konto überwiesen werden soll. Extrem niedrige Preise, hohe Rabatte und angebliche Schnäppchen können ebenfalls als Köder dienen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ausschließlich Vorkasse per Überweisung angeboten wird. Seriöse Händler stellen in der Regel mehrere Zahlungsmöglichkeiten bereit, beispielsweise Rechnung, Lastschrift oder PayPal.

Onlineshop vor der Bestellung überprüfen

Die Polizei empfiehlt, den Anbieter vor dem Kauf sorgfältig zu kontrollieren. Dabei sollten unter anderem die Internetadresse, das Impressum, die Kontodaten und die angebotenen Zahlungsarten geprüft werden. Auch eine Suche nach Erfahrungen anderer Kunden kann Hinweise darauf geben, ob ein Shop bereits negativ aufgefallen ist.

Zusätzliche Unterstützung bietet der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen. Dort können Internetseiten vor einer Bestellung überprüft werden. Auch die Polizei Nordrhein-Westfalen stellt Informationen über gefälschte Onlineshops und weitere Formen des Internetbetrugs bereit. Bei auffällig günstigen Angeboten sollten Verbraucher nicht unter Zeitdruck handeln und im Zweifel auf den Kauf verzichten.

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