
NRW. Im Münsterland und in ganz Nordrhein Westfalen werden erneut geeignete Gewässer für die Wiederansiedlung des Edelkrebses gesucht. Das Edelkrebsprojekt NRW bittet dafür auch Bürgerinnen und Bürger um Hinweise auf mögliche Standorte. Ziel ist es, die stark zurückgegangenen Bestände heimischer Flusskrebse langfristig zu sichern.
Wie das Projekt mitteilt, existieren natürliche Vorkommen des Europäischen Edelkrebses in Nordrhein Westfalen nur noch vereinzelt. Deshalb werden seit Jahren geeignete Gewässer geprüft und teilweise neu besetzt. Gleichzeitig setzt das Projekt auf ehrenamtliche Unterstützung, um Daten zur Verbreitung der Tiere zu sammeln.
Das Edelkrebsprojekt NRW besteht bereits seit 2004 und konzentriert sich auf den Schutz des Edelkrebses sowie des Steinkrebses. Neben der Erfassung bestehender Bestände gehören Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zu den zentralen Aufgaben. Seit 2016 werden zudem verstärkt Wiederansiedlungen durchgeführt, um Verluste auszugleichen und neue stabile Populationen aufzubauen.
Im Jahr 2024 ist das Projekt in seine siebte Phase gestartet. Damit wird die kontinuierliche Arbeit fortgesetzt, die auf langfristige Stabilisierung der Bestände abzielt. Hintergrund ist, dass invasive nordamerikanische Krebsarten sowie die von ihnen eingeschleppte Krebspest die größte Bedrohung darstellen. Da sich diese Krankheit rasch ausbreiten kann, müssen potenzielle Gewässer vor einer Besatzmaßnahme sorgfältig geprüft werden.
Geeignete Standorte zeichnen sich laut Projekt durch mehrere Kriterien aus. Sie sollten möglichst isoliert sein, damit keine fremden Krebsarten eindringen können. Zudem müssen ausreichende Versteckmöglichkeiten vorhanden sein und die Gewässergröße bestimmte Mindestwerte erreichen. Auch die Nutzung durch Angler oder Wassersportler spielt eine Rolle, da die Einschleppung von Krankheitserregern verhindert werden muss.
Ein zentraler Bestandteil des Edelkrebs NRW Engagements ist die Ausbildung ehrenamtlicher Flusskrebskartierer. Seit vielen Jahren werden Angler, Taucher und weitere Interessierte geschult, damit sie heimische und nicht heimische Arten sicher unterscheiden können. Diese Datenerhebung bildet die Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen.
Für das Frühjahr 2026 sind neue Schulungen geplant. Dabei werden laut Projekt unter anderem Gefährdungslagen, Nachweismethoden sowie rechtliche Vorgaben vermittelt. Ziel ist es, engagierte Personen aus dem Arten und Gewässerschutz einzubinden, damit die Verbreitung der Tiere landesweit dokumentiert werden kann.
Wer ein potenziell geeignetes Gewässer kennt oder sich weiter informieren möchte, kann sich direkt an das Edelkrebsprojekt NRW wenden. Träger des Projektes sind der NABU NRW und der Fischereiverband NRW. Gefördert wird die Initiative vom Umweltministerium Nordrhein Westfalen sowie einer Umweltstiftung. Damit soll die Artenvielfalt in NRW langfristig gesichert werden, auch im Münsterland, wo geeignete Gewässer eine wichtige Rolle spielen können.
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