
Münster. Die belgische Polizei kommt am 16. November 2026 erneut nach Münster-Handorf, um geeignete Pferde für ihre berittenen Einheiten zu finden. Beim Westfälischen Pferdestammbuch an der Sudmühlenstraße sollen junge Reitpferde vorgestellt und von belgischen Polizeibeamten getestet werden. Es ist bereits der neunte Auswahltermin innerhalb der seit sechs Jahren bestehenden Zusammenarbeit. Auch interessierte Zuschauer können sich für die Veranstaltung anmelden.
Nicht jedes Reitpferd kommt für den Polizeidienst infrage. Die belgischen Beamten suchen Tiere im Alter von drei bis sechs Jahren, die mindestens 1,64 Meter Stockmaß erreichen. Darüber hinaus müssen die Pferde gesund sein, einen kräftigen Körperbau besitzen und ein ausgeglichenes Temperament mitbringen. Bevorzugt werden Stuten und Wallache. Hengste stehen bei der Auswahl demnach weniger im Mittelpunkt.
Eine vollständige reiterliche Ausbildung ist dagegen keine Voraussetzung. Die angebotenen Pferde sollten bereits angeritten sein, müssen aber noch nicht sämtliche Ausbildungsstufen durchlaufen haben. Nach Angaben des Westfälischen Pferdestammbuchs werden bei den Auswahlterminen gewöhnlich zwischen 15 und 20 Tiere vorgestellt.
Die belgische Polizei erhält bereits vor dem Besuch Videomaterial der angemeldeten Pferde. Wenn vorhanden, werden möglichst auch Röntgenaufnahmen zur Verfügung gestellt. Dadurch können sich die Verantwortlichen vorab einen Eindruck von den Kandidaten verschaffen und die eigentliche Auswahl vorbereiten.
Die Kooperation zwischen dem Westfälischen Pferdestammbuch und der belgischen berittenen Polizei besteht seit sechs Jahren. Inzwischen finden die Auswahltermine zweimal jährlich statt, üblicherweise im Mai oder Juni sowie im November. Nach Angaben des Verbandes konnten bislang 37 Reitpferde für den Polizeidienst in Belgien vermittelt werden.
Das gesamte Verkaufsvolumen lag demnach bei rund 550.000 Euro. Für einzelne Tiere werden abhängig von ihrer Qualität Preise von bis zu 20.000 Euro verlangt. Das Westfälische Pferdestammbuch übernimmt bei diesen Geschäften ausschließlich die Vermittlung zwischen den Besitzern und den belgischen Interessenten.
Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 8.000 Pferdezüchter aus Westfalen. Thomas Münch, Zucht- und Vermarktungsleiter in der Geschäftsführung des Westfälischen Pferdestammbuchs, verweist auf den internationalen Ruf der deutschen und insbesondere der westfälischen Pferdezucht als Grundlage für die Zusammenarbeit.
Die nächste Auswahl findet am Montag, 16. November 2026, im Westfälischen Pferdezentrum an der Sudmühlenstraße in Münster-Handorf statt. Die Besitzer müssen ihre angemeldeten Pferde selbst unter dem Sattel präsentieren. Anschließend übernehmen die belgischen Polizeibeamten die Tiere für einen eigenen Proberitt.
Auf diese Weise soll festgestellt werden, ob die Pferde neben den körperlichen Voraussetzungen auch die gewünschten Eigenschaften für den späteren Polizeidienst mitbringen. Bei einer erfolgreichen Auswahl können die Tiere anschließend nach Belgien verkauft werden.
Auch Besucher können die Vorstellung verfolgen. Für interessierte Zuschauer ist eine Anmeldung per E-Mail an [email protected] vorgesehen. Als Veranstaltungszeit wird der Zeitraum von 8 bis 19 Uhr angegeben.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu