
Münster. 180.000 Euro haben Menschen im Bistum Münster im vergangenen Jahr für Hilfsprojekte in ärmeren Regionen der Welt gespendet. Am Sonntag, 25. Oktober 2026, soll diese Unterstützung fortgesetzt werden. Gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk missio Aachen ruft das Bistum zum Weltmissionssonntag auf. In mehr als 100 Ländern werden zeitgleich Spenden gesammelt, um Menschen in Afrika, Asien und Ozeanien zu unterstützen. Die weltweite Solidaritätsaktion feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
Der Weltmissionssonntag im Bistum Münster ist Teil einer internationalen Spendenaktion der katholischen Kirche. Während der Gottesdienste am 25. Oktober werden Kollekten für die soziale und pastorale Arbeit in besonders armen Regionen gesammelt. Im vergangenen Jahr kamen allein im Bistum Münster rund 180.000 Euro zusammen. Deutschlandweit sammelte missio Aachen 2025 etwa 2,15 Millionen Euro.
Die Aktion wurde 1926 von Papst Pius XI. eingeführt und besteht damit seit genau 100 Jahren. Für Weihbischof Dr. Stefan Zekorn, missio-Diözesandirektor im Bistum Münster, hat die Initiative neben ihrer sozialen auch eine gesellschaftliche Bedeutung. „Damit beweisen Christinnen und Christen weltweit schon seit 100 Jahren über alle nationalen Grenzen hinweg eine unermüdliche Solidarität mit den Armen und Benachteiligten. Das ist in einer Welt, in der Nationalismus und Egoismus zunehmen, auch ein wichtiges politisches Zeichen“, erklärt Zekorn.
In diesem Jahr steht unter anderem die Arbeit kirchlicher Hilfsprojekte in Madagaskar im Mittelpunkt. Seit Anfang Oktober berichten Gäste aus dem afrikanischen Inselstaat bei rund 200 Veranstaltungen in Deutschland über ihre Erfahrungen. Auch im Bistum Münster gab es persönliche Einblicke: Schwester Claudine, Ordensfrau und Chemikerin, stellte ihre Arbeit vor und berichtete über die Situation vor Ort.
Die Gelder aus den Gottesdiensten fließen in einen internationalen Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke. Mehr als 120 Missionswerke beteiligen sich weltweit an der Sammlung. Unterstützt werden sollen insbesondere die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den rund 1.100 ärmsten Diözesen der Welt. Welche Regionen und Projekte Fördermittel erhalten, entscheiden die Nationaldirektorinnen und Nationaldirektoren der Missionswerke einmal jährlich gemeinsam.
In Deutschland organisieren die Hilfswerke missio Aachen und missio München die Kollekte und die begleitende Kampagne zum Monat der Weltmission. Auch das Bistum Münster beteiligt sich erneut an der Aktion. Weihbischof Zekorn hofft auf eine große Spendenbereitschaft: „Jede Spende zum Weltmissionssonntag ist Ausdruck der Nächstenliebe und einer Kultur des Mitgefühls.“
Am 25. Oktober haben Gottesdienstbesucher im Bistum Münster damit erneut die Möglichkeit, sich an der weltweiten Hilfsaktion zu beteiligen. Wie hoch das Spendenergebnis in diesem Jahr ausfallen wird, steht erst nach Abschluss der Sammlung fest.
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