Blindgängerverdacht in Hiltrup: Untersuchung an der Hohen Geest geplant

Blindgängerverdacht in Hiltrup: Am 29. Januar werden an der Hohen Geest mögliche Kampfmittel untersucht. Evakuierung und Sperrungen sind nicht ausgeschlossen.
Sollten am 29. Januar im Bereich Hohe Geest/in Höhe Merkureck in Hiltrup Blindgänger gefunden werden, müsste ein Gebiet im Radius von 250 Metern gesperrt und evakuiert werden. ©Feuerwehr Münster

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Münster. Im Süden von Münster steht Ende Januar eine umfangreiche Kampfmitteluntersuchung an. Im Bereich Hohe Geest, nahe dem Merkureck im Stadtteil Hiltrup, gibt es Hinweise auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Untersuchungen sind für Donnerstag, 29. Januar, angesetzt.

Kampfmittelbeseitigungsdienst prüft 19 Verdachtspunkte

Bei vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände der geplanten Feuerwache 3 wurden Auffälligkeiten im Boden festgestellt. Der zuständige Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe will deshalb insgesamt 19 Verdachtspunkte gezielt freilegen und überprüfen. Erst nach dieser Freilegung kann entschieden werden, ob tatsächlich Blindgänger vorhanden sind und ob eine Entschärfung notwendig wird.

Evakuierung von rund 700 Menschen möglich

Sollte sich der Verdacht bestätigen, wären umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. In diesem Fall müsste ein Bereich mit einem Radius von etwa 250 Metern abgesperrt und evakuiert werden. Betroffen wären nahezu 700 Menschen aus Wohnungen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen im Umfeld. Für diesen Fall ist vorgesehen, eine Notbetreuungsstelle in der Stadthalle Hiltrup einzurichten.

Auswirkungen auf Verkehr und Bahnstrecke

Neben Straßensperrungen könnte auch der Bahnverkehr eingeschränkt werden. Nach aktuellem Stand müsste bei einer Entschärfung die Bahnstrecke zwischen Münster und Hamm zeitweise gesperrt werden. Welche konkreten Verkehrsmaßnahmen greifen, hängt ebenfalls vom Ergebnis der Untersuchungen ab.

Stadt kündigt kurzfristige Information an

Ob es tatsächlich zu einer Entschärfung und damit zu Evakuierungen kommt, entscheidet sich erst am Untersuchungstag. Stadt und Feuerwehr kündigen an, die Öffentlichkeit bei Bedarf kurzfristig zu informieren. Hinweise sollen über lokale Medien, die städtische Internetseite, soziale Netzwerke sowie über die Warn-App NINA verbreitet werden.

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