Bombenverdacht in der Aaseestadt: 2500 Menschen betroffen

Blindgängerverdacht in Münsters Aaseestadt: Am 4. November drohen eine Evakuierung von 2500 Menschen und die Sperrung der Weseler Straße.
©Feuerwehr Münster

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Münster. In Münsters Aaseestadt könnte es am Mittwoch, 4. November 2026, zu einer größeren Evakuierung kommen. Bei Kampfmittelüberprüfungen wurden an vier Stellen Hinweise auf mögliche Weltkriegsbomben entdeckt. Rund 2500 Menschen leben innerhalb des vorsorglich geplanten Evakuierungsgebiets. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste auch die viel befahrene Weseler Straße zeitweise gesperrt werden.

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Vier Verdachtspunkte in der Aaseestadt entdeckt

Der Blindgängerverdacht in der Aaseestadt betrifft insgesamt vier Stellen. Zwei davon liegen im Bereich der Weseler Straße, weitere befinden sich in der Bischopinkstraße und der Mierendorffstraße. Am Mittwoch, 4. November, sollen die verdächtigen Bereiche ab den Morgenstunden freigelegt werden. Anschließend untersucht der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe die Objekte im Boden.

Erst nach dieser Untersuchung steht fest, ob tatsächlich explosive Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurden und eine Entschärfung erforderlich ist. Bis dahin sind weder eine Evakuierung noch Straßensperrungen beschlossen.

Weseler Straße könnte vollständig gesperrt werden

Sollte eine Bombenentschärfung notwendig werden, hätte das erhebliche Folgen für den Verkehr im Südwesten Münsters. Die Weseler Straße müsste im Bereich der Kreuzung mit dem Inselbogen gesperrt werden. Auch die Einmündung des Kappenberger Damms in den Inselbogen wäre betroffen.

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Stadt und Polizei Münster empfehlen für diesen Fall, den Bereich großräumig zu umfahren. Als Ausweichmöglichkeiten von und zur Autobahn A43 kommen die Strecke über die A1 und die Steinfurter Straße (B54) sowie die Umgehungsstraße B51 infrage. Für Autofahrer aus Albachten und Mecklenbeck ist eine alternative Verbindung über die Fritz-Stricker-Straße, die Mecklenbecker Straße und den Kolde-Ring vorgesehen. Ob diese Umleitungen tatsächlich benötigt werden, hängt vom Ergebnis der Kampfmitteluntersuchungen ab.

Rund 2500 Menschen könnten ihre Wohnungen verlassen müssen

Die Feuerwehr Münster hat vorsorglich ein mögliches Evakuierungsgebiet mit einem Radius von jeweils 250 Metern um die vier Verdachtsstellen geplant. Innerhalb dieses Bereichs leben rund 2500 Menschen. Sollte sich der Verdacht auf eine oder mehrere Weltkriegsbomben bestätigen, müssten die betroffenen Bewohner ihre Wohnungen und Häuser für die Dauer der notwendigen Maßnahmen verlassen.

Allerdings könnte die Evakuierung deutlich kleiner ausfallen. Werden nur an einzelnen Stellen gefährliche Kampfmittel entdeckt, würde die Feuerwehr das Sicherheitsgebiet entsprechend anpassen. Welche Straßen und Wohnhäuser tatsächlich betroffen sind, steht deshalb erst am 4. November fest.

Halle Münsterland als Notunterkunft vorbereitet

Für den Fall einer Evakuierung ist im MCC Halle Münsterland eine Notbetreuungsstelle vorgesehen. Betroffene Anwohner könnten sich dort während der Entschärfungsarbeiten aufhalten. Zusätzlich soll ein Bus-Shuttle eingerichtet werden, der Menschen aus dem Evakuierungsgebiet zur Betreuungsstelle bringt. Als Abfahrtsorte sind die Haltestellen Bischopinkstraße und Bonhoefferstraße an der Mecklenbecker Straße vorgesehen.

Die Stadt Münster will am Untersuchungstag über die weiteren Entwicklungen informieren. Sollte eine Entschärfung erforderlich sein, werden die konkreten Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen über die städtische Internetseite, soziale Medien, die örtlichen Medien und die Warn-App NINA bekannt gegeben.

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