
Münster. Im Bereich An der Meerwiese und der Josefine-Mauser-Straße ist am Montag ein kleiner Dampfaustritt aus dem Boden festgestellt worden. Nach Angaben der Stadtwerke Münster deutet alles auf eine Undichtigkeit an einer Fernwärmeleitung hin. Die betroffene Leitung soll am Dienstag (03.02.) freigelegt werden, um die Schadstelle genau zu lokalisieren.
Wie die Stadtwerke betonen, besteht kein technischer Zusammenhang zu den bekannten Fernwärmeproblemen am Hohen Heckenweg bzw. im Bereich Edelbach. Dort hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Störungen an einer älteren Leitung gegeben.
Die nun betroffene Leitung an der Meerwiese stammt dagegen aus den späten 1990er-Jahren und gehört nicht zu den alten Trassen, die zuletzt im Fokus standen.
Aufgrund des Alters der Leitung vermuten die Stadtwerke derzeit eine undichte Schweißnaht als Ursache. Eine endgültige Diagnose ist jedoch erst möglich, wenn das Rohr freigelegt ist.
Ein besonderes Problem: Die Fernwärmeleitung ist isoliert verlegt. Das austretende Wasser kann sich innerhalb der Isolierung bewegen, sodass der sichtbare Dampfaustritt nicht zwingend direkt an der eigentlichen Schadstelle auftritt.
Im Unterschied zu neueren Fernwärmeleitungen verfügt die betroffene Leitung nicht über eine automatische Leckageüberwachung. Bei modernen Systemen kann ein Schaden deutlich schneller und präziser lokalisiert werden.
Deshalb ist nun eine manuelle Freilegung notwendig, um die genaue Position der Undichtigkeit zu finden.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss die Leitung voraussichtlich neu verschweißt werden. Dafür ist eine kurzzeitige Abschaltung der Fernwärmeversorgung erforderlich.
Wie stark sich das für die Haushalte bemerkbar macht, hängt von den jeweiligen Gebäuden ab. Häuser mit Warmwasserspeichern könnten eine Unterbrechung von ein bis zwei Stunden unter Umständen gar nicht spüren, während andere Haushalte schneller Einschränkungen merken.
Nach aktuellem Stand gehen die Stadtwerke davon aus, dass eine mögliche Unterbrechung so kurz wie möglich gehalten wird. Insgesamt könnten bis zu 126 Haushalte betroffen sein.
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