Depot zieht sich weiter aus Münster zurück: Nächster Standort schließt

Depot schließt Ende September den Standort im Marktkauf an der Loddenheide in Münster.
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Münster. Die angeschlagene Deko-Kette Depot verliert einen weiteren Standort in Münster. Der Shop-in-Shop im Marktkauf an der Loddenheide wird Ende September 2026 geschlossen. Das bestätigte Marktkauf auf Anfrage von ms-aktuell.de. Der Lebensmittelmarkt an der Loddenheide 5 bleibt von der Depot-Schließung in Münster unberührt und weiterhin geöffnet.

Anzeige

Depot im Marktkauf an der Loddenheide schließt Ende September

Der Depot-Bereich im Marktkauf soll zum Monatsende verschwinden. Damit zieht sich die Deko-Kette weiter aus Münster zurück. Bereits 2024 war eine eigenständige Depot-Filiale in der Münsteraner Innenstadt geschlossen worden.

Die Aufgabe des Standorts an der Loddenheide ist Teil einer deutlich größeren Krise des Unternehmens. Die heutige Betreiberin GDC Deutschland GmbH hatte im Mai 2026 erneut Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Depot stellt Geschäftsbetrieb zum 30. September ein

Ende Juni kündigte das Unternehmen zunächst die Schließung von 66 der damals noch rund 150 verbliebenen Filialen an. Etwa 330 Beschäftigte waren davon betroffen. Bis Anfang August kamen nach Unternehmensangaben rund 30 weitere Schließungen hinzu.

Anzeige

Ende August wurde schließlich bekannt, dass die GDC Deutschland GmbH ihren Geschäftsbetrieb zum 30. September 2026 vollständig einstellt. Auch Arbeits- und Mietverträge sollen zu diesem Termin beendet werden. Rund 730 weitere Beschäftigte verlieren nach Angaben von Christian Gries ihre Arbeitsplätze. Bereits Ende Juli waren etwa 350 Stellen weggefallen.

Masseunzulänglichkeit verschärft die Krise bei Depot

Als Grund für die Aufgabe des Geschäftsbetriebs wurde Masseunzulänglichkeit genannt. Das bedeutet, dass das vorhandene Vermögen der insolventen Gesellschaft nicht ausreicht, um sämtliche Verpflichtungen zu erfüllen.

Als wirtschaftliche Belastungen nannte Christian Gries unter anderem die Kaufzurückhaltung vieler Verbraucher, zusätzliche Kosten durch Zölle und die wachsende Konkurrenz günstiger Onlineplattformen wie Temu. Vor einigen Jahren betrieb Depot noch rund 400 Geschäfte. Ende Juni 2026 waren davon nur noch gut 150 übrig.

Depot war bereits 2024 insolvent

Die Krise begann allerdings nicht erst in diesem Jahr. Bereits im Juli 2024 hatte die damalige Depot Gries Deco Company GmbH ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wurde im September 2024 eröffnet.

Im Frühjahr 2025 folgte ein Neustart: Teile des Filialnetzes und der Belegschaft gingen in eine neue Gesellschaft über. Deshalb betrifft die erneute Insolvenz 2026 die GDC Deutschland GmbH und nicht exakt dieselbe Gesellschaft wie beim Verfahren zwei Jahre zuvor.

Alte Depot-Gutscheine werden nicht mehr eingelöst

Auch Kunden sind von der Insolvenz betroffen. Depot-Gutscheine, die vor dem 12. Mai 2026 gekauft wurden, werden nach Unternehmensangaben nicht mehr eingelöst. Hintergrund sind die insolvenzrechtlichen Regeln für Forderungen gegen die Gesellschaft.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu