
In Münster haben Trickdiebe in zwei Fällen Goldketten gestohlen und durch wertlosen Modeschmuck ersetzt. Die Taten ereigneten sich Ende Juli und Anfang August am Friesenring sowie an der Dülmener Straße. Die Polizei Münster sucht Zeugen und warnt vor der Masche.
In beiden Fällen verwickelten die Täter ihre Opfer zunächst in ein Gespräch. Unter dem Vorwand, sich für eine Wegbeschreibung zu einem Krankenhaus bedanken zu wollen, kamen sie den Frauen anschließend körperlich nahe. Dabei legten sie ihnen eine wertlose Kette um den Hals und öffneten gleichzeitig unbemerkt die echten Goldketten.
Eine 81-Jährige wurde am 28. Juli gegen 11.15 Uhr an der Bushaltestelle „Dreifaltigkeitskirche B“ am Friesenring bestohlen. Nach Polizeiangaben waren dort eine Frau und ein Mann mit einem grauen Auto unterwegs. Anschließend fuhr das Duo über den York-Ring in Richtung Steinfurter Straße davon.
Am 5. August traf es gegen 11 Uhr eine 61-jährige Fahrradfahrerin an der Dülmener Straße. Neben ihr hielt ein grauer Kleinwagen oder kleiner Kombi mit vier Insassen. Eine Frau stieg aus und verwickelte die Münsteranerin in ein Gespräch. Auch hier bemerkte das Opfer den Verlust der Goldkette zunächst nicht.
Die Polizei bittet Zeugen, die an einem der beiden Tatorte verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0251 275-0 entgegengenommen.
Die Polizei rät dazu, bei Gesprächen mit unbekannten Personen auf der Straße aufmerksam zu bleiben und körperlichen Abstand zu halten. Vermeintliche Geschenke sollten konsequent abgelehnt werden. Wer bedrängt wird, sollte gezielt andere Menschen um Hilfe bitten und Aufmerksamkeit erzeugen.
Nach einem Vorfall empfiehlt die Polizei, sich möglichst Kennzeichen und Beschreibung eines beteiligten Fahrzeugs zu merken und umgehend die Polizei zu informieren. Das gilt auch dann, wenn kein Schmuck gestohlen wurde oder der Verlust erst später auffällt.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben
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