
Münster. Anfang Februar 2012 erlebte Münster einen Winter, der bis heute in Erinnerung geblieben ist. Eine außergewöhnliche Kältephase ließ den Aasee großflächig zufrieren. Der See wurde zum Publikumsmagneten – gleichzeitig warnten Stadt und Rettungskräfte eindringlich vor den Risiken, die Eisflächen auf offenen Gewässern mit sich bringen.
Auslöser für den Eiswinter war eine markante Kälteperiode, die weite Teile Europas erfasste. Nach Angaben des Deutscher Wetterdienst dauerte die Kältephase von Ende Januar bis Mitte Februar 2012 an, mit einer besonders kalten Hauptphase Anfang Februar. In Deutschland herrschte über viele Tage hinweg Dauerfrost, teils auch strenger Nachtfrost. Diese langanhaltenden Minustemperaturen sorgten dafür, dass selbst größere Gewässer wie der Aasee eine tragfähige Eisdecke ausbilden konnten.
Als der Aasee zufror, zog es tausende Menschen auf das Eis. Spaziergänge, Schlittschuhlaufen und längere Aufenthalte auf der gefrorenen Wasserfläche prägten das Bild. In diesem Zusammenhang kursierte damals eine gemessene Eisstärke von rund 17 Zentimetern. Solche Angaben trugen dazu bei, dass viele den Eindruck eines sicheren Untergrunds hatten – auch wenn offizielle Freigaben nie erteilt wurden.
Parallel zum großen Andrang meldeten sich die Rettungskräfte zu Wort. Die DLRG Münster warnte öffentlich davor, Eisstärken pauschal als Sicherheitsgarantie zu verstehen. Eis sei niemals überall gleich dick. Faktoren wie Strömungen, Zuflüsse, Pflanzenbewuchs oder Temperaturschwankungen könnten dazu führen, dass die Eisdecke an einzelnen Stellen deutlich schwächer sei als an anderen.
Auch während des Eiswinters 2012 blieb der Grundsatz bestehen, dass freie Gewässer in Münster nicht offiziell zum Betreten freigegeben werden. Rund um den Aasee vorhandene Eisrettungsstationen machen deutlich, dass das Betreten des Sees stets als potenziell gefährlich eingeschätzt wird.
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