Entscheidung über den Rosenmontagszug in Münster fällt am Vormittag

Rosenmontag 2026 in Münster: Alle Infos zu Straßensperrungen, Halteverboten und Zeiten rund um den Karnevalszug in der Innenstadt.
Foto: Carolin Schwegmann

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Münster. Der Rosenmontagszug Münster steht nach starkem Neuschnee unter besonderer Beobachtung. Die Verantwortlichen kommen am Vormittag zusammen, um die aktuelle Wetterlage für den Karneval Münster zu bewerten. Über Nacht ist viel Schnee gefallen, zusätzlich ist für den weiteren Vormittag Regen angekündigt. Dadurch kann sich auf Straßen und Gehwegen Glatteis bilden. Ob der Umzug Münster wie geplant stattfinden kann, hängt von dieser gemeinsamen Lageeinschätzung ab. Sobald eine Entscheidung getroffen ist, soll sie veröffentlicht werden.

Formell liegt die Verantwortung beim Bürgerausschuss Münsterscher Karneval als Veranstalter. In der Praxis erfolgt eine mögliche Absage oder Durchführung jedoch nicht isoliert. Die Entscheidung wird in enger Abstimmung mit den zuständigen Ordnungsbehörden getroffen. Ohne die Einbindung von Stadt, Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr kann der Rosenmontagszug Münster nicht freigegeben werden, da Sicherheits- und Verkehrskonzepte gemeinsam abgestimmt sind. Damit ist klar: Der Veranstalter trifft die Entscheidung, jedoch nur in Kooperation mit den städtischen Sicherheitsbehörden.

Frühere Absagen wegen Wetter in Münster

Dass das Wetter über den Karneval Münster entscheiden kann, ist nicht neu. Bereits 2016 wurde der Rosenmontagszug Münster abgesagt. Hintergrund war eine Sturmwarnung mit prognostizierten Windstärken zwischen 8 und 9. Damals verständigten sich Veranstalter und Ordnungsbehörden auf Grundlage der aktuellen Wetterdaten auf eine Absage. Sicherheit hatte Vorrang, insbesondere mit Blick auf mögliche Gefahren durch lose Aufbauten oder umstürzende Gegenstände entlang der Strecke.

Auch 2019 spielte die Wetterlage eine Rolle. Zwar kam es nicht zu einer vollständigen Absage, doch wurde die Situation bis in die Mittagsstunden hinein geprüft. Der Veranstalter und die Stadt hielten zunächst am geplanten Start fest, kündigten jedoch an, eine finale Entscheidung erst später zu treffen. In diesem Zusammenhang wurde auch über einen möglichen späteren Beginn des Umzugs Münster berichtet. Diese Beispiele zeigen, dass kurzfristige Anpassungen bei unsicherer Wetterlage in Münster bereits mehrfach praktiziert wurden.

Beispiele aus NRW und Rolle der Wetterprognosen

Ähnliche Situationen gab es auch in anderen Städten Nordrhein-Westfalens. In Düsseldorf wurde der Rosenmontagszug 2016 wegen einer Sturmwarnung abgesagt. Die Entscheidung wurde vom Comitee Düsseldorfer Carneval bekanntgegeben. Im Jahr 2020 fielen in mehreren Städten des Landes Umzüge aus, darunter Veranstaltungen in Köln und Düsseldorf am Karnevalssonntag. Auch dort waren Sturmböen ausschlaggebend.

Grundlage solcher Entscheidungen sind regelmäßig Prognosen des Deutschen Wetterdienstes. In Sicherheitskonzepten für große Veranstaltungen sind teilweise feste Schwellenwerte definiert, etwa bei bestimmten Windgeschwindigkeiten. Diese Werte spielen eine zentrale Rolle für Genehmigungen, Sicherheitsauflagen und versicherungsrechtliche Fragen. Wenn entsprechende Grenzwerte überschritten oder kritische Entwicklungen erwartet werden, kann ein Umzug nicht stattfinden. Vor diesem Hintergrund wird auch beim Rosenmontagszug Münster die aktuelle Wetterlage genau analysiert, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.

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