Erste Schulen beteiligen sich am Klimastadt-Vertrag

Erste Schulen in Münster beteiligen sich am Klimastadt-Vertrag und setzen eigene Projekte für Klimaschutz und Nachhaltigkeit um.
Jeder Beitrag eine Plakette: Eine Wand im Stadthaus 1 zeigt die bisherigen Beiträge, die die Stadtgesellschaft bisher zum Klimastadt-Vertrag geleistet hat. Nun haben auch Lehrerin Dorothee Köhler (hinten r.) und die Nachhaltigkeits-AG des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums dort eine Plakette. ©Wilhelm-Hittorf-Gymnasium

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Münster. Zwei Schulen in Münster bringen sich erstmals mit eigenen Projekten in den Klimastadt-Vertrag der Stadt ein. Wie die Stadt Münster mitteilt, beteiligen sich das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium und die Erich-Klausener-Realschule mit konkreten Maßnahmen für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Klimaanpassung. Beide Schulen gehören zum Netzwerk „BNE-Schulen Münster – Gemeinsam für die Zukunft“.

Klimastadt-Vertrag Münster: Schulen reichen eigene Beiträge ein

Mit dem Klimastadt-Vertrag sammelt Münster Beiträge aus Stadtgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft, Hochschulen und Initiativen auf dem Weg zu einer klimaneutralen und klimaangepassten Stadt. Nun sind erstmals auch Schulen offiziell dabei. Das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium und die Erich-Klausener-Realschule haben eigene Maßnahmen eingereicht, die im Schulalltag umgesetzt werden sollen.

Nach Angaben der Stadt geht es dabei nicht nur um einzelne Umweltaktionen. Die Projekte sollen Klimaschutz langfristig im Alltag der Schulen verankern und Schüler für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen sensibilisieren.

Wilhelm-Hittorf-Gymnasium setzt auf Nachhaltigkeit im Schulalltag

Am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium wurde der Beitrag zum Klimastadt-Vertrag von der Schulgemeinschaft entwickelt. Ziel ist es, Nachhaltigkeit stärker im Unterricht und im täglichen Miteinander zu verankern. Schüler sollen dadurch lernen, wie klimaschonendes Verhalten im Alltag konkret aussehen kann.

In verschiedenen Klassen entstanden dafür eigene Ideen. Dazu gehören Hinweise auf nachhaltigere Suchmaschinen, ein geplantes Tauschregal sowie ein sogenannter „Dicker-Pulli-Tag“. An diesem Tag soll die Raumtemperatur um ein Grad Celsius gesenkt werden. Die Nachhaltigkeits-AG der Schule begleitet die Umsetzung und prüft, ob die gesetzten Ziele erreicht werden.

Informationsfilm soll weitere Schulen motivieren

Die Nachhaltigkeits-AG des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums hat sich bereits im Vorfeld intensiver mit dem Klimastadt-Vertrag beschäftigt. Gemeinsam mit Studierenden der FH Münster entstand ein Informationsfilm, der das Projekt erklärt.

Dieser Film soll künftig auch an anderen Schulen eingesetzt werden. Die Stadt Münster verbindet damit die Hoffnung, dass weitere Schulen eigene Ideen entwickeln und sich ebenfalls am Klimastadt-Vertrag beteiligen.

Erich-Klausener-Realschule gestaltet Schulhof naturnah

Die Erich-Klausener-Realschule beteiligt sich mit einem Projekt zur klima- und insektenfreundlichen Gestaltung des Schulhofs. Dort wurden naturnahe Flächen angelegt, die von Schülern gepflegt werden.

Staudenbeete und Nistbereiche sollen die Artenvielfalt auf dem Schulgelände fördern. Gleichzeitig wird der Schulhof damit zu einem Lernort für Klimaanpassung und Naturschutz. Die Schüler erleben direkt, wie kleine Veränderungen im eigenen Umfeld einen Beitrag zu mehr Biodiversität leisten können.

BNE-Netzwerk unterstützt Schulen in Münster

Beide Schulen sind Teil des Netzwerks „BNE-Schulen Münster – Gemeinsam für die Zukunft“. Dem Netzwerk gehören derzeit 14 Schulen an. Es unterstützt Bildungsprojekte rund um nachhaltige Entwicklung und fördert den Austausch zwischen den beteiligten Schulen.

Ein zentrales Angebot ist das „Ideenboard Klimaschutz“. Dort werden Beispiele aus der Schulpraxis gesammelt. Schulen können sich daran orientieren, eigene Projekte entwickeln und diese ebenfalls in den Klimastadt-Vertrag einbringen.

Rund 140 Beiträge bereits eingereicht

Der Klimastadt-Vertrag soll Beiträge aus möglichst vielen Bereichen der Stadt bündeln. Nach Angaben der Stadt Münster haben bereits rund 140 Unternehmen, Hochschulen, Initiativen sowie Bürger Beiträge eingereicht.

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